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Wanderfahrt nach Dyvig / Dänemark vom 07.-11.06.2018

Written by Susanne Steeneck. Posted in Aktuelles, Rudern, Rudern & Sport, Wanderrudern

Teilnehmer: Elke und Hannes Ehlich, Susanne und Jens Steeneck, Helga Zwingmann und Karl-Heinz Breitling, Michael Heins und Anne Hübner

Dieser Bericht soll das Erlebnis einer Wanderfahrt des RV Osch’s darstellen, die Susanne Steeneck in diesem Jahr initiiert hat.

Die Reise führte uns auf die Insel Als, auf der zwei von sechs deutschen Rudervereinen des Nordschleswigischen Ruder-Verbandes beheimatet sind. Nachdem bereits im Jahr zuvor alle Vereinsheime von Susanne besucht wurden, fiel die Wahl unserer Herberge auf den Deutschen Ruderverein Norderharde in Dyvig/Nordborg am Dyvig Fjord. Dieses modern renovierte Bootshaus liegt direkt am Ufer des Fjords und bietet einen unvergesslichen Blick auf die wunderschöne Landschaft.

Nach einer relativ entspannten Fahrt vorbei an Hamburg, trafen wir Donnerstag am frühen Nachmittag ein. Begeistert erkundeten wir das Bootshaus, das neben einem großzügigen Wohn- und Küchenraum mit Balkon und Blick über den Fjord, als nette Besonderheit 7 kleine gemütliche eingebaute Kojen als Schlafgelegenheiten bietet.

Spätestens nachdem wir die beiden uns zur Verfügung gestellten Riemenboote in Augenschein genommen hatten, war uns klar, dass wir das hervorragende Wetter für einen ersten kleinen Rudertörn durch den Fjord nutzen wollten.

So sammelten einige Teilnehmer die ersten Erfahrungen im Riemenrudern. Wie klettert man galant vom Steuermannsplatz in den Bug, damit dann auf Kommando alle gleichzeitig einen Ruderplatz vorrücken können? Die ungewohnt schweren Holzriemen des 2er’s mit Steuermann, verloren bei vollem körperlichem Einsatz auf dem Wasser ihren Schrecken und bald glitten die Boote bis zur Nordspitze des Fjordes, über den Als Fjord bis nach Varnaes Hoved und zurück. Sogar den stetigen Besucher des Fjordes, einen Schweinswal, bekamen wir erstmals zu Gesicht.

Am gemütlichen ersten Grillabend diskutierten wir, ob man eine „Alsen Rund“-Tour (12 Stunden rudern im Wechsel) wagen sollten. Aufgrund der unbestimmten Wetter- und Windvorhersagen, entschieden wir uns jedoch für Einzeltouren durch die Fjordlandschaften. Von Walter, dem Vorsitzenden des Rudervereins, wurden wir herzlich in Empfang genommen. Von Marc-Oliver und Susanne Klages, Trainer in der Region, die auf Einladung dem Abend beiwohnten, erhielten wir wertvolle Anregungen und wichtige Informationen für die weiteren Planungen.

Vorbei an netten kleinen Buchten und Sandstränden, die zur Rast einluden, ruderten wir am Freitag aus dem Dyvig Fjord/ Stegsvig hinein in den Als Fjord und Als Sund bis zum Deutschen Ruderverein „Germania“ in Sonderborg, wo wir unsere Boote im Bootshaus über Nacht lagern durften. Die ganz unermüdlichen schlossen eine kleine Tour entlang des Stadtzentrums, vorbei am Schloss, bis zur Marina an. Durch brütende Mittagshitze ging es zurück zum Sonderborger Bootshaus. Da nicht alle Platz im Bus fanden, machten sich Hannes und Anne zu eine abenteuerlichen Erkundungstour mit dem Fahrrad zurück nach Dyvig auf. Abermals konnten wir das Abendessen draußen mit Blick über den Fjord genießen.

Pünktlich um 08:00 Uhr brachen wir am Samstag mit dem Bus auf nach Sonderborg, um bei wolkenverhangenen Himmel und aufkommenden Ostwind die Route zurück aus dem Als Sund und hinein in den Augustenborg Fjord zu nehmen. Am idyllisch gelegenen „Augustenborg Roklub“ verbrachten wir unsere Mittagspause, um schließlich den Heimweg nach Dyvig anzutreten. Eine frische Brise und kleine Schauer sorgten für die nötige Abkühlung. Unterwegs bestaunten wir die schwarz weißen Galloway Rinder, die am Ufer ein kühlendes Bad im Wasser nahmen.

Die Wettervorhersagen für Sonntag waren nicht sehr optimistisch, so dass wir uns gegen eine Tour nach Apenrade quer über den Fjord entschieden. Entlang der Küstenlinie ging es aus dem Stegsvig in nordwestlicher Richtung vorbei an Holm Norreskov bis zum Leuchtturm Nordborg. Ein starker Westwind ließ die Wellen anwachsen und bei der Sichtung erster Schaumkronen und stärkerer Regenschauer traten wir den Heimweg an. Nun bekamen die Neulinge, die nur „Hammerudern“ gewohnt waren, ein Gefühl davon, was es heißt auf den Wellen dahinzureiten oder auch einmal einen Schwall Wasser über den Bug in den Rücken zu bekommen und an den Riemen zu ziehen was der Körper hergibt. Eine spannende Erfahrung, die dank unseren erfahrenen Ruderkameraden ohne Probleme gemeistert wurde. Es wurden sogar Enttäuschungen laut, als wir wieder in die ruhigeren Gefilde unseres Heimatfjordes gelangten, weil das „ Hochseerudern“ schon ein Ende hatte.

Zurück am Bootshaus entschieden sich am Nachmittag eine Gruppe für das Kulturprogramm und besichtigten Oldtimer-Trecker, während sich ein Boot nochmals in den Nachbarfjord Dyvigs nach Mjels aufmachte.

 

Diese Tour nach Mjels sollte auch am frühen Montagmorgen unsere Wanderfahrt abschließen und wir genossen ein letztes Mal die abwechslungsreichen Ausblicke, vorbei an unzähligen Wasservögeln, idyllisch gelegenen Höfen und badenden Kühen.

Abschließend ein herzliches Dankeschön an Susanne Steeneck, die die Planung federführend in die Hand genommen und diese Tour durch gründliche Vorbereitung und viel persönlichem Einsatz überhaupt möglich gemacht hat. Dabei war auch Durchsetzungsvermögen und Kompromissbereitschaft bei all den Wünschen und Ideen der anderen Teilnehmer gefragt und wir kamen immer zu einer guten Einigung, so dass ich mich im Namen aller Ruderkameraden herzlich für die tollen Tage bedanken möchte.

Anne Hübner

 

 

 

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