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Beiträge mit Tag ‘WaFa’

Lübeck begeisterte mit abwechslungsreichem Ruderrevier

23. September 2018 Geschrieben von Susanne Steeneck. in Aktuelles, Jugendabteilung, Rudern, Rudern & Sport, Veranstaltungen, Wanderrudern

Manchmal kommt es anders als gedacht. Seit Monaten wurde geplant mit den RV OSCH Kiindern und Junioren eine Wanderfahrt auf der Hase zu machen und beim Ruderverein in Meppen unterzukommen, dort einen Tag gemeinsam mit dem Nachwuchs des Gastvereins zu rudern und zu grillen sowie einen Ausflug ins Freizeitparadies Schloss Dankern zu machen. Aber auf Grund der langen Hitzeperiode war der Wasserstand der Hase so niedrig, dass wir kurzfristig das Ruder herumreißen und eine Alternative finden mussten. Nach vielen Telefonaten fanden wir dann einen Platz bei der Lübecker Ruder-Gesellschaft von 1885 e.V.

So machten wir uns in der letzten Sommerferienwoche mit zehn Kindern und Jugendlichen sowie zwei Trainern und einer Betreuerin mit zwei Kleinbussen für fünf Tage auf nach Lübeck. Nach einer freundlichen Begrüßung, Einweisung in den Bootspark, Einrichtung unseres Lagers und einer kleinen Stärkung ging es gleich auf Wasser. Mit den von der LRG geliehen Booten ruderten wir über die Kanaltrave, den Stadtgraben, die Trave und die alte Trave und konnten somit bei einer Stadtrundfahrt auf dem Wasser viele schöne Gebäude, Schiffe, Kunstwerke etc. entdecken. Ein toller Einstieg ins fremde Ruderrevier. Der Gig 2x+ lieferte sich noch mit einem von 16 Erwachsenen angetriebenen Drachenboot ein Rennen und ließ dieses hoffnungslos hinter sich.

Trotz der Hitze luden wir am zweiten Tag unsere Boote auf Wagen, um diese im Düker einzusetzen und um von dort aus nach Ratzeburg zu starten. Beim ersten Stück kamen wir an Hinterhöfen und Kleingärten vorbei, die mit ihrer bunten Vielfalt begeisterten. Hier querten nicht nur Enten und Schwimmer unseren Weg, sondern auch einige luftige und lustige Schwimmhilfen. Danach ging es auf die Wakenitz, die erst noch ein belebtes Ufer vorwies, dann aber immer einsamer wurde und mit einer fabelhaften Pflanzen- und Wasserwelt faszinierte. Blühende Seerosenfelder, Schwäne, Enten, diverse Vögel in der Luft, Lampenputzer und Wasser so klar, dass man auf den Grund schauen konnte. Erst glich die Wackenitz einer kleinen Seenlandschaft und wurde dann zu einem schmalen Flüsschen, dass sich dann durch einen Wald schlängelte, der uns hin und wieder ein bisschen Schatten spendete. Bevor wir auf den Ratzeburger See wechselten machten wir eine ausgiebige Pause in Rotenhusen. Erstmal stärken, die Füße im See abkühlen und den Schatten genießen.

Der Ratzeburger See war dann ein Kontrastprogramm zur Wakenitz: wellig, weiter Blick, tief, lang, breit und pralle Sonne. Bevor wir unser eigentliches Ziel, den Ratzeburger Ruderclub ansteuerten, machten wir an der Ruderakademie halt und schauten uns dort ein wenig auf dem Gelände um. Zu unserem Leidwesen war dort nicht ein Ruderer zu entdecken, naja so ist das nun mal in den Ferien, die Internatsbesucher wollen hin und wieder auch Zeit mit ihren Familien verbringen. Also wieder einsteigen und das letzte kurze Stück durch eine sehr enge Durchfahrt in den Küchensee wechseln. Schnell am Steg des Ruderclubs angelegt, die Boote für die Nachtlagerung klargemacht und dann aus den Klamotten raus ab ins kühle Wasser schwimmen. Was für ein herrliches Gefühl nach ca. 25 km bei weit über 30 Grad. Bevor es dann mit Bus zurück zum Ausgangspunkt ging wurden alle mit einem Eis belohnt. Der dritte Tag wurde dann von der anderen Seite her aufgerollt. Obwohl nach zwei langen Touren alle erstmal platt waren, erwachten am Abend die Lebensgeister und so gab es noch eine wilde Verfolgungsjagd im Dunkeln um sich gegenseitig die bunt leuchtenden Knicklichter abzujagen und jede Menge Spaß zu haben.

Am vierten Tag ruhten die Skulls und es wurde ausgeschlafen, um dann frisch zu Fuß die tolle Altstadt von Lübeck zu erkunden. In kleinen Gruppen machten sich die Kids und ihre Begleiter auf den Weg. Eine Aufgabe war es ein Foto vom Holstentor zu machen auf dem mindesten ein Kind zu sehen sein sollte, dass einen Handstand macht. Ansonsten konnte jeder seine Interessen verfolgen. Die Trainer orientierten sich an historischem, sie erklommen unter anderem einen Kirchturm und genossen die Aussicht über Lübeck und um zu. Die jüngere Generation hingegen shoppte von ihrem Taschengeld z.B. Wasserspielzeug, um dies am Nachmittag beim Planschen im Krähenteig einzusetzten. Was zu jeder Menge Spaß führte.

Für die Abschiedstour am letzten Tag schmückten wir ein Boot mit einem pinken aufblasbaren Flamingo als Gallionsfigur, der einiges Aufsehen erregte. Die Route führte uns dann über die nördliche Trave zur Teerhofinsel, wo wir bei einem Schulruderverein halt und ein vielfältiges Picknick machten. Auf dieser Strecke betrachteten wir viel Industrie, an einer Stelle wurde z.B. ein Güterzug beladen. Es war ziemlich windig und man musste schon ordentlich Kraft einsetzen um diese Strecke zu meistern. Im Anschluss noch die Boote gründlich gereinigt, alle RV OSCH-Utensilien zusammengesucht und in den Bussen verstaut, dann die Lager abgerissen, alle Räume nochmal auf Überbleibsel kontrolliert und dann ab auf die Straße Richtung Heimat.

Wir hatten eine tolle Stimmung während der ganzen Wanderfahrt, konnten uns gegenseitig auf einander verlassen und passten aufeinander auf. So macht das Leben Spaß. Ich würde jederzeit wieder mit euch losfahren und freue mich schon auf unseren Ausflug in ein fremdes Rudervier in 2019. Danke für die schöne Zeit mit euch.

Susanne Steeneck

Mit allen Wassern gewaschen

8. September 2018 Geschrieben von admin. in Aktuelles, Fitness- und Freizeitrudern, Rudern, Rudern & Sport, Wanderrudern

Fitnessgruppe ruderte in Schwerin

Das Intro von Heiner Wenk

Mit einem Zweier und drei Vierern über den Schweriner See fahren, bei Wind, Sonne, Regen, Wellen, durch die Stichverbindungen in den Ziegelsee und die Inselwelt dieser Seenlandschaft im Angesicht des Schosses: ein ganz besonderes Event, das sich die Trainingsgruppe um Brigitte Haase gegönnt hat.

Arno Surminski hat seinem Roman über diese Gegend in der Zeit der deutsch-deutschen Wiedervereinigung mit „Kein schöner Land“ überschrieben.

Wohl wahr, er hat recht.

Genau so ist es:
Das Ruderhaus des Schweriner Rudervereins wurde anlässlich der Bundesgartenschau vor 10 Jahren nach neusten architektonischen und energetischen Gesichtspunkten neu gebaut. Ein besonderer Leckerbissen für unseren Ruderkameraden und Stadtbaurat i. R. Jörg Fanelli. Hier durften wir wohnen, herrlich essen und das Bootsmaterial testen: Olympiaskulls, wohl aus den 60er Jahren: VEB Müggelspree, Berlin Grünau.

Ich habe mich gefreut, dass wir dort Rennskulls von einer Olympiade rudern durften: VEB Berlin Grünau Müggelspree, made in GDR. Bei den Diskussionen, wer welche Skulls bei OSCH benutzen darf, schätzt man solche Großzügigkeit besonders.

Drei Touren konnten wir machen: Am Freitagnachmittag in den Ziegelsee, am Samstag über den großen Schweriner See und am Sonntag schließlich nach Süden in den Störkanal, der das Ruderrevier an die Elde-Müritz Wasserstaße anbindet.

Dank an Enno Strehl für die klaren Kommandos beim Ein- und Aussetzen der Boote, an die Kameradinnen im Schulungsraum, die schon ganz früh morgens für frischen Kaffee sorgten, an alle, die zu guter Stimmung beitrugen und ganz besonders an Brigitte, die für alles gesorgt hat von Booten, Bed and Breakfast bis hin zum „guten Roten“ am Abend.

Es war wie vor zwei Jahren in Ratzeburg: Die perfekte Tour.
 
 

Und jetzt die Details von Wiebke Gloe-Carstensen

Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als achtzehn Ruderer der Trainingsgruppe am zweiten Freitag im August grüppchenweise am Schweriner See angerollt waren: Die Lage des Ruderhauses gegenüber des Schlosses und die glitzernde Sonne auf dem Wasser hätten nicht schöner sein können – genau wie das neue Bootshaus mit seinen 1A-Gästewohnungen im Obergeschoss, einer schicken Gastronomie mit Sonnenterrasse und jeder Menge top gepflegter Boote.

Eine ideale Mischung für ein Wochenende auf einem großen Seenrevier, das unsere Trainerin hervorragend ausgewählt hat! – Die Schweriner Rudergesellschaft ist übrigens der Heimatverein des Olympiasiegers und Deutschlandachter-Schlagmanns, Hannes Ocik. Auf dem Ruderhaus lag also ein gewisser Hauch von Olympia …

Freitag: Stille Wasser sind manchmal nicht ganz so tief

Nachdem wir unsere Zimmer geentert hatten, fanden wir uns sofort zur ersten Trainingseinheit zusammen. Der Gästeruderwart hatte uns drei gesteuerte Vierer und einen Zweier zugewiesen: historisch anmutende, aber sehr intakte Holzplankenboote von beachtlichem Eigengewicht.

Beim Anblick der Skulls erreichte unser Staunen an diesem Tag einen weiteren Höhepunkt: Hölzerne, ungewohnt schwere Exemplare mit Mâconblättern und sperrigen Griffen, auf denen diskrete Olympia-Sticker prangten. Wieder ein Hauch von Weltsport: Wenn diese Skulls ihre Geschichte erzählen könnten, so hätte ich gerne zugehört!

Es standen rund 14 Trainingskilometer auf dem Programm – mit einer Pause am Ende des Ziegelsees, wo wir zum Kaffeetrinken am Kiesstrand einer lauschigen Hotelbucht anlandeten. Unterwegs hatte ich die erste Berührung mit höheren Kappelwellen im Ruderboot, die auf meinem Platz im Bug Kindheitserinnerungen von manchem Segeltörn auf der Ostsee wach werden ließen. Einige Ruderer lernten an diesem Tag gleich noch eine Lektion in Sachen Untiefen: Man sollte entsprechende Schilder besser ernst nehmen, sonst hat man schnell keine Handbreit Wasser mehr unter dem Boot …

Samstag: Leben in der Lage

Die ersten Regenschauer waren bereits am früheren Morgen runtergegangen und die Temperatur auf kühle 14 Grad gefallen – das erste Mal langärmlig rudern in diesem Sommer. Die Sonne lugte zwischen den dicken Regenwolken hervor, als wir in neuer Bootseinteilung auf dem vollkommen ruhigen Wasser am Steg einstiegen. Doch schon nachdem das herrschaftliche Schloss hinter uns verschwunden war, nahmen die Wellen zu und verlangten jeder Mannschaft ein hohes Maß an Geschicklichkeit beim Ein- und Ausheben ab.

Ich saß mit Heiner und Lars im Zweier – die hölzernen Mega-Skulls fest in der Hand. Nach der ersten Etappe durch die Wellen des Innen- sowie des Ziegelsees war ich heilfroh, als ich nach einer ruhigen Fahrt über das sonnenbeschienene, stille Wasser des Paulskanals den Schlagplatz gegen den Steuerplatz eintauschen konnte! – Denn was auf dem Außensee folgte, erinnerte an realen Seegang: Lars und Heiner schlugen sich dabei hervorragend, als unsere kleine Nussschale namens „Müritz“ von einem Wellenkamm ins nächste Wellental platschte und der Wind derart auffrischte, dass uns die Caps von den Köpfen zu fliegen drohten.

Nach rund 18 Kilometern erreichten wir die ruhige Bucht unterhalb von Schloss Willigrad, wo wir glücklich die ersten heftigen Schauer im Café abwettern konnten. Was für ein göttliches Timing!

Gut gestärkt und bester Dinge machten wir uns auf den Rückweg – dieses Mal gegen den heftigen Wind. Auf dem Außensee peitschte uns dann noch ein Regenschauer um die Ohren. Alle Mannschaften parierten die Fahrt glänzend, allerdings mit vollem Einsatz.

Umso mehr genossen wir später die warme Dusche, das hervorragende Abendessen sowie die zufriedene Stimmung nach einem langen Tag voller bunter Rudererlebnisse.

Sonntag: Sonniger Schlussakkord

Seinem Namen alle Ehre machte der Rückreisetag, an dem wir nach dem frühen Frühstück die bisher unentdeckte Flanke des Innensees hoch ruderten. Bei Sonnenschein und mäßigem Wind genossen wir die letzte Ausfahrt in unseren Leihbooten, die dank wechselnder Platzverteilung wiederum neu besetzt waren.

Nach der letzten Etappe blieb noch Zeit für ein fröhliches Resteessen auf der herrlichen Dachterrasse mit Ausblick auf die Schlossinsel. Alle waren sich einig: Es war ein wunderbar abwechslungsreiches, harmonisches Ruderwochenende, bei dem wir nicht nur Erfahrungen in einem neuen Revier sammeln konnten, sondern zusammen jede Menge Spaß hatten – an der Kameradschaft unser wirklich tollen Truppe, der weitläufigen, malerischen Seenlandschaft und unserem gemeinsamen Lieblingssport.
 

Lehrwanderfahrt für Frauen

20. April 2018 Geschrieben von Karola Janssen. in Aktuelles, Rudern, Rudern & Sport, Veranstaltungen

Liebe Ruderinnen,

vom 08.-10.06.2018 findet in Verden eine Lehrwanderfahrt für Frauen vom LRVN statt. Siehe Ausschreibung!

Ich habe momentan dafür noch zwei Plätze zu vergeben.

Wer mitfahren möchte, kann sich bei mir bis zum 02. Mai anmelden. Die Meldefrist ist bis zum 17. Mai. Da ich aber bis zum 15. Mai im Urlaub bin möchte ich vorher alles geregelt haben.

Diese Wanderfahrt ist wirklich sehr lehrreich, macht viel Spass und man lernt nette Leute kennen.

Ich kann sie nur empfehlen und freu mich schon darauf.

Mit rudersportlichen Grüßen

Eure Karola

Download der Ausschreibung als PDF

Kinderwanderfahrt in Barßel

22. Oktober 2017 Geschrieben von Susanne Steeneck. in Aktuelles, Jugendabteilung, Rudern, Rudern & Sport, Wanderrudern

01. bis 03. September 2017

Baustelle erforderte Routenänderung und brachte viele Kilometer gegen den Strom

Spiele ohne Grenzen

Nachdem alle Teilnehmer pünktlich am Bootshaus des RV OSCH eingetroffen und die Gepäckstücke verstaut waren, ging es mit 11 Kindern und 4 Trainern und Betreuern am Freitag, den 01.09.2017 Richtung Barßel. Dort erwartete uns Bernd Preut und machte uns mit dem Bootshaus und dem Material vertraut und gab uns Tipps zum Ruderrevier. Wir nahmen die „Barßeler Ruderfestung“ ein und gönnten uns erstmal ein ausgiebiges Abendbrot, denn es waren noch einige Wettkämpfe auf dem Sportplatz neben an geplant. Dort hatten wir Trainer und Betreuer nicht nur körperliche, sondern auch geistige Herausforderungen für die Kinder parat. Zwei Mannschaften wurden gebildet und mussten gegeneinander, z.B. bei den Klassikern Eierlaufen, Tauspringen und Sackhüpfen, antreten. Des Weiteren gab es Schätzfragen aus alle möglichen Wissensbereichen zu beantworten, einen Staffellauf zu absolvieren, eine Strecke auf 2 Teppichfliesen zu überqueren und ein Pferd mit Reiter-Rennen. Es gab viel zu lachen, jede Menge Spaß und deshalb am Ende nur Gewinner. Bevor alle auf die Luftmatratze fielen, durften zum Abschluss des Abends natürlich einige Runden „Werwolf“ nicht fehlen.

 

Motorboot war die Rettung

Samstagmorgen wurde der Tag früh begonnen und schnell ein Frühstück eingenommen. Genug Proviant in die Taschen gepackt, denn für diesen Tag hatten wir uns vorgenommen „Rund Ammerland“ mit einer Länge von 24km zu rudern. Da die Truppe zur Hälfte aus „Ruderfrischlingen“ bestand, also Kinder die erst ab Juni dieses Jahres dabei sind, war dies schon eine ordentliche Herausforderung und Tagestour. Die Bootseinteilung wurde gut überlegt und dann ging es ab in die Boote und an die Skulls. Wir ruderten von der Soeste in das Barßeler Tief wo wir dann nach 5,5 km unsere erste Pause am Steg Dreyschlot machten, da erste Sportler bereits an unbändigem Hunger litten und andere bereits ihr Sitzfleisch merkten. Dort wurde reichlich gepicknickt und natürlich ein bisschen gespielt, damit die Muskeln sich lockern konnten.

Weiter ging es dann über die Jümme in das Aper Tief. Wo wir dann mit Schrecken feststellen mussten, dass bei Detern auf Grund einer neu eingerichteten Baustelle die Durchfahrt gesperrt war. Ein riesiger Stahlträger war quer über das Wasser gelegt und machte auch für Ruderboote die Weiterfahrt undenkbar. Ebenfalls gab es keine Stelle zum Umtragen. Also wendeten wir und fuhren zurück zur Jümme um dieser bis zum Campingplatz am Jümmesee zu folgen. Dort ist ein großer Spielplatz auf dem sich die Kinder dann vor der Rückfahrt nochmal so richtig entspannen und stärken konnten.
Inzwischen machte uns Trainern aber die Tide sorgen, da wir durch die Routenänderung nun noch 12 km gegen die immer stärker werdende Strömung zu rudern hatten und einige Kinder verständlicher Weise noch etwas Kraft und Ausdauer fehlten. Was tun, damit alle gut zum Ausgangpunkt zurückkommen? Nach reichlicher Überlegung nahmen wir dann gerne das freundliche Angebot eines Motorbootfahrers mit seinen 2 kleinen Söhnen, ein Ruderboot bis zum Barßeler Hafen zurück zu schleppen, an. Das Boot wurde mit den kleinsten Sportlern, einer gehandicapten Betreuerin und Youri als Trainer besetzt, damit dieser im Notfall noch Fahrdienst mit dem Bus machen konnte.

Das zweite Boot wurde mit Svenja und einer Truppe besetzt, die regelmäßig den Steuermann wechseln wollten. Im dritten Boot saßen Susanne und 3 erfahrene Jungs, die sich zutrauten, die Reststrecke komplett durch zu rudern, da der Steuermann auch zu unseren kleinsten Mitgliedern zählt. Nun hieß es Zähne zusammenbeißen und alle Kräfte mobilisieren. Leider fiel dann nach einigen Kilometern Svenja auch noch aus, so dass sie das Steuer übernehmen musste. Zum Glück kam der Motorbootfahrer netterweise noch einmal wieder, um nach uns zu schauen und nahm somit auch das zweite Boot an den Harken. Ganz herzlichen Dank für diese Hilfe!

Die letzte Mannschaft machte noch eine kurze Pause am Steg Dreyschlot. Mit guter Laune ging es nun an die Schlussetappe. Ein ruhiger langer Schlag und gleichzeitiges Einsetzen brachte das Boot zum Laufen und machte diese Fahrt zu einem harmonischen Ruder- und Naturerlebnis. Am Barßeler Hafen winkten wir dann der Familie mit dem Motorboot zu, die gerade dabei waren Ihren „Schlepper“ zu verladen. Zurück am Barßeler Ruderverein fasten alle schnell mit an um auch das Schlusslicht wieder in den Stall zu befördern und dann gab es endlich Spaghetti Bolognese bis zum Platzen. Guten Appetit! Kaum hatten die RV OSCH-Kids die Bäuche voll, kam die Energie zurück und der Fußballplatz wurde erobert und wie kann es anders sein, als es dunkel war wurde wieder traditionell Werwolf gespielt.

 

Beine schwarz wie die Nacht

In der Nacht gut erholt, ging es Sonntag gleich wieder nach dem Frühstück in neuer Mannschaftszusammenstellung auf Wasser. Diesmal ging es von der Soeste ins Nordloher Tief und weiter im Godensholter Tief. Da Niedrigwasser war musste wir besonders auf die Fahrrinne achten und konnten viele urige Dinge im Uferbereich erkennen, außerdem riecht die Natur dann nochmal ganz anders.

Am Wendepunkt angelangt, kam die Überlegung am flachen Ufer mit kurzen Schlickbänken anzulegen, um auf dem Deich eine Pause zu machen. Lucas testete erst vorsichtig mit dem Pickharken nach dem Boden, bevor er sich ins flache Wasser traute. Dort konnte er problemlos auf festen Untergrund stehen. Nun folgten ihm auch noch ein paar andere Kinder in den Fluss. Als dann aber die ersten Schritte auf die Schlickbank gesetzt wurden, gab der Untergrund nach und die Beine versanken komplett im Schlick. Um kein Risiko einzugehen, wurden die mutigen Ruderer von den Trainern zurückgerufen. Der gröbste Dreck wurde im Wasser abgespült, jedoch sahen die Boote anschließend trotzdem wie Sodom und Gomorra aus und brauchten nach der Rückkunft eine gründliche Reinigung. Die Zeit im Wasser wurde genossen und alle hatten mal wieder ihren Spaß! Wir ruderten also wieder ein Stück zurück um dann an einem Steg anzulegen und eine ausgiebige Pause zu machen. Ratzfatz waren alle Vorräte vertilgt. Frische Luft und Sport machen halt hungrig. Zurück am Bootshaus konnten wir dann weitere 14km auf unser Fahrtenkonto verschreiben. Wir nahmen uns dann das geliehene Material gründlich vor und waren ca. eine Stunde mit putzen beschäftigt. In der Zwischenzeit wurden aber die Pfannkuchen und der Heidelbeerquark zum Mittagessen schon mal vorbereitet, so dass dann alle gemeinsam gemütlich schmausen konnten. Anschließend hieß es nochmal die Ärmel hochzukrempeln um die Küche und das Bootshaus klar zu machen und alles wieder zu verladen. Nach getaner Arbeit gab es dann den Abschlusskreis, wo jeder sagen konnte was er gut und blöd gefunden hat und was man auf jeden Fall wiederholen sollte. Es stellte sich raus, dass es allen gut gefallen hatte, aber die Zeit einfach viel zu schnell vergangen war. Vielleicht fahren wir beim nächsten Mal ein paar Tage länger.