Error: Only up to 6 modules are supported in this layout. If you need more add your own layout.

Beiträge mit Tag ‘Fitnessgruppe’

Mit allen Wassern gewaschen

8. September 2018 Geschrieben von admin. in Aktuelles, Fitness- und Freizeitrudern, Rudern, Rudern & Sport, Wanderrudern

Fitnessgruppe ruderte in Schwerin

Das Intro von Heiner Wenk

Mit einem Zweier und drei Vierern über den Schweriner See fahren, bei Wind, Sonne, Regen, Wellen, durch die Stichverbindungen in den Ziegelsee und die Inselwelt dieser Seenlandschaft im Angesicht des Schosses: ein ganz besonderes Event, das sich die Trainingsgruppe um Brigitte Haase gegönnt hat.

Arno Surminski hat seinem Roman über diese Gegend in der Zeit der deutsch-deutschen Wiedervereinigung mit „Kein schöner Land“ überschrieben.

Wohl wahr, er hat recht.

Genau so ist es:
Das Ruderhaus des Schweriner Rudervereins wurde anlässlich der Bundesgartenschau vor 10 Jahren nach neusten architektonischen und energetischen Gesichtspunkten neu gebaut. Ein besonderer Leckerbissen für unseren Ruderkameraden und Stadtbaurat i. R. Jörg Fanelli. Hier durften wir wohnen, herrlich essen und das Bootsmaterial testen: Olympiaskulls, wohl aus den 60er Jahren: VEB Müggelspree, Berlin Grünau.

Ich habe mich gefreut, dass wir dort Rennskulls von einer Olympiade rudern durften: VEB Berlin Grünau Müggelspree, made in GDR. Bei den Diskussionen, wer welche Skulls bei OSCH benutzen darf, schätzt man solche Großzügigkeit besonders.

Drei Touren konnten wir machen: Am Freitagnachmittag in den Ziegelsee, am Samstag über den großen Schweriner See und am Sonntag schließlich nach Süden in den Störkanal, der das Ruderrevier an die Elde-Müritz Wasserstaße anbindet.

Dank an Enno Strehl für die klaren Kommandos beim Ein- und Aussetzen der Boote, an die Kameradinnen im Schulungsraum, die schon ganz früh morgens für frischen Kaffee sorgten, an alle, die zu guter Stimmung beitrugen und ganz besonders an Brigitte, die für alles gesorgt hat von Booten, Bed and Breakfast bis hin zum „guten Roten“ am Abend.

Es war wie vor zwei Jahren in Ratzeburg: Die perfekte Tour.
 
 

Und jetzt die Details von Wiebke Gloe-Carstensen

Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als achtzehn Ruderer der Trainingsgruppe am zweiten Freitag im August grüppchenweise am Schweriner See angerollt waren: Die Lage des Ruderhauses gegenüber des Schlosses und die glitzernde Sonne auf dem Wasser hätten nicht schöner sein können – genau wie das neue Bootshaus mit seinen 1A-Gästewohnungen im Obergeschoss, einer schicken Gastronomie mit Sonnenterrasse und jeder Menge top gepflegter Boote.

Eine ideale Mischung für ein Wochenende auf einem großen Seenrevier, das unsere Trainerin hervorragend ausgewählt hat! – Die Schweriner Rudergesellschaft ist übrigens der Heimatverein des Olympiasiegers und Deutschlandachter-Schlagmanns, Hannes Ocik. Auf dem Ruderhaus lag also ein gewisser Hauch von Olympia …

Freitag: Stille Wasser sind manchmal nicht ganz so tief

Nachdem wir unsere Zimmer geentert hatten, fanden wir uns sofort zur ersten Trainingseinheit zusammen. Der Gästeruderwart hatte uns drei gesteuerte Vierer und einen Zweier zugewiesen: historisch anmutende, aber sehr intakte Holzplankenboote von beachtlichem Eigengewicht.

Beim Anblick der Skulls erreichte unser Staunen an diesem Tag einen weiteren Höhepunkt: Hölzerne, ungewohnt schwere Exemplare mit Mâconblättern und sperrigen Griffen, auf denen diskrete Olympia-Sticker prangten. Wieder ein Hauch von Weltsport: Wenn diese Skulls ihre Geschichte erzählen könnten, so hätte ich gerne zugehört!

Es standen rund 14 Trainingskilometer auf dem Programm – mit einer Pause am Ende des Ziegelsees, wo wir zum Kaffeetrinken am Kiesstrand einer lauschigen Hotelbucht anlandeten. Unterwegs hatte ich die erste Berührung mit höheren Kappelwellen im Ruderboot, die auf meinem Platz im Bug Kindheitserinnerungen von manchem Segeltörn auf der Ostsee wach werden ließen. Einige Ruderer lernten an diesem Tag gleich noch eine Lektion in Sachen Untiefen: Man sollte entsprechende Schilder besser ernst nehmen, sonst hat man schnell keine Handbreit Wasser mehr unter dem Boot …

Samstag: Leben in der Lage

Die ersten Regenschauer waren bereits am früheren Morgen runtergegangen und die Temperatur auf kühle 14 Grad gefallen – das erste Mal langärmlig rudern in diesem Sommer. Die Sonne lugte zwischen den dicken Regenwolken hervor, als wir in neuer Bootseinteilung auf dem vollkommen ruhigen Wasser am Steg einstiegen. Doch schon nachdem das herrschaftliche Schloss hinter uns verschwunden war, nahmen die Wellen zu und verlangten jeder Mannschaft ein hohes Maß an Geschicklichkeit beim Ein- und Ausheben ab.

Ich saß mit Heiner und Lars im Zweier – die hölzernen Mega-Skulls fest in der Hand. Nach der ersten Etappe durch die Wellen des Innen- sowie des Ziegelsees war ich heilfroh, als ich nach einer ruhigen Fahrt über das sonnenbeschienene, stille Wasser des Paulskanals den Schlagplatz gegen den Steuerplatz eintauschen konnte! – Denn was auf dem Außensee folgte, erinnerte an realen Seegang: Lars und Heiner schlugen sich dabei hervorragend, als unsere kleine Nussschale namens „Müritz“ von einem Wellenkamm ins nächste Wellental platschte und der Wind derart auffrischte, dass uns die Caps von den Köpfen zu fliegen drohten.

Nach rund 18 Kilometern erreichten wir die ruhige Bucht unterhalb von Schloss Willigrad, wo wir glücklich die ersten heftigen Schauer im Café abwettern konnten. Was für ein göttliches Timing!

Gut gestärkt und bester Dinge machten wir uns auf den Rückweg – dieses Mal gegen den heftigen Wind. Auf dem Außensee peitschte uns dann noch ein Regenschauer um die Ohren. Alle Mannschaften parierten die Fahrt glänzend, allerdings mit vollem Einsatz.

Umso mehr genossen wir später die warme Dusche, das hervorragende Abendessen sowie die zufriedene Stimmung nach einem langen Tag voller bunter Rudererlebnisse.

Sonntag: Sonniger Schlussakkord

Seinem Namen alle Ehre machte der Rückreisetag, an dem wir nach dem frühen Frühstück die bisher unentdeckte Flanke des Innensees hoch ruderten. Bei Sonnenschein und mäßigem Wind genossen wir die letzte Ausfahrt in unseren Leihbooten, die dank wechselnder Platzverteilung wiederum neu besetzt waren.

Nach der letzten Etappe blieb noch Zeit für ein fröhliches Resteessen auf der herrlichen Dachterrasse mit Ausblick auf die Schlossinsel. Alle waren sich einig: Es war ein wunderbar abwechslungsreiches, harmonisches Ruderwochenende, bei dem wir nicht nur Erfahrungen in einem neuen Revier sammeln konnten, sondern zusammen jede Menge Spaß hatten – an der Kameradschaft unser wirklich tollen Truppe, der weitläufigen, malerischen Seenlandschaft und unserem gemeinsamen Lieblingssport.
 

Ansturm auf Neu Helgoland in zehn Booten

13. April 2018 Geschrieben von admin. in Aktuelles, Alte Herren, Fitness- und Freizeitrudern, Jugendabteilung, Rudern, Rudern & Sport, Sportangebote, Veranstaltungen

Frühlingsfahrt mit Teilnehmerrekord

Perfekter hätte es nicht sein können: Als am Sonntag, den 6. April gleichzeitig 46 Ruderer in zehn Booten zur Frühlingsfahrt antraten, strahlte die Sonne vom Himmel. Bei Temperaturen von über 20 Grad zeigten die Sportler ihre Muskeln und setzten Arme und Beine in diesem Jahr mehrheitlich zum ersten Mal auf dem Wasser der Sonne aus. Für viele der Athleten aus allen Altersklassen ging es ebenfalls erstmals wieder nach Neu Helgoland: Schließlich war der hinter Melchers Hütte gelegene Abschnitt der Hamme erst wenige Tage zuvor wieder zum Befahren freigegeben worden.

Nach der Begrüßung durch Matthias Ritter, der die Ausrichtung der Frühlingsfahrt stellvertretend für die Fitnessgruppe übernommen hatte, legten nach und nach alle Boote vom Steg ab. Für die „Peter Krüger“ war es die offizielle Jungfernfahrt nach der aufwändigen Sanierung, die von Teilnehmern aus der Fitnessgruppe in mehr als sechzig Arbeitsstunden während des Winters erfolgt war.
Der professionell von Kalle Gerbing lackierte Rumpf des alten Holzbootes glänzte stolz in der Sonne. Umringt von der „Denn Riet“, „Grieger“, „Schwobs“, „Hedwig Rennecke“, „Kiebitz“, „Hükelüüt“, „Schink“ und dem „Küstenzweier“ ging es bei ruhigem Wasser und fast vollständiger Windstille flott voran. Die Besetzungen der Boote waren zum größten Teil ausgelost worden, so dass Sportler per Zufall zusammengefunden hatten, die sonst selten in einem Boot sitzen. Ein schöner Hingucker war auch die „Kreisblatt“, in dem Youri Steeneck drei Athleten aus der Kindergruppe samt Rolf Lehmann auf Schlag im Riemenrudern coachte.

Als alle Boote wieder geputzt im Lager lagen, gab es auf dem Rasen unter dem Fahnenmast ein geselliges Stelldichein, zu dem sich auch einige Angehörige gesellt hatten. Bei deftiger Gulaschsuppe und Getränken ließ es sich an den frühlings-frisch dekorierten Tischen nett im Sonnenschein plaudern. Nach dem Essen ehrte Hannes Ehlich die Kilometer-Jahressieger aller Altersgruppen. Außerdem wurden die Sport- und Fahrtenabzeichen verliehen. Ein rundherum gelungener Saisonauftakt, an den man gerne zurückdenkt!

Wiebke Gloe-Carstensen

Boßeltour entlang der Wümmewiesen

23. Februar 2018 Geschrieben von admin. in Aktuelles, Fitness- und Freizeitrudern, Veranstaltungen

Kräftemessen der Fitnessgruppe im ostfriesischen Volkssport

Sogar die Wintersonne war rechtzeitig hinter den Wolken hervorgekommen, als sich zwölf Ruderer aus der Fitnessgruppe nebst Gästen, Bollerwagen und Boßelkugeln am 17. Februar in Bewegung setzten, um sich im ostfriesischen Volkssport Nummer eins zu messen. Los ging’s am Parkplatz der Kirche St. Jürgen. Von dort aus führte uns der Weg bei windstillen fünf Grad Celsius über knapp sechs Kilometer durch die malerische Landschaft.

Erhard hatte die Strecke ausgearbeitet und wusste Interessantes über die Region zu berichten: Wer hätte zum Beispiel geahnt, dass die Wümmewiesen bis zum Bau der Deiche im Jahre 1936 das gesamte Winterhalbjahr unter Wasser standen? – Die Anwohner konnten früher also die auf einer Warft bebaute Kirche nur mit Booten erreichen. – Gut, dass wir die gesamte Strecke über festen Boden unter den Füßen hatten! Allein die Boßelkugeln landeten regelmäßig in den Kanälen – konnten aber zum Glück immer wieder mit dem Kescher geborgen werden. Nach anfänglichen „Berührungsängsten“ mit den schlammverschmierten Kugeln nahm der humorvolle Wettstreit seinen Lauf.

Das Team eins brillierte regelmäßig mit weiten Würfen. Kein Wunder, denn als waschechter Ostfriese verstand Wiebkes Mann Stephan die Kugel besonders weit zu rollen. Jörg, Jenny, Ruderwartin Elke, Dagmars Mann Jörg und Gast Birgitt zogen engagiert mit. Ab und zu wurde die Führung von Team zwei um Brigitte, Dagmar, Matthias, Erhard, Wiebke und Clemens (Ruderer von Allemania Hamburg) übernommen. Auf der Zielgeraden konnte sich schließlich das Team eins behaupten.

Rechtzeitig vor Sonnenuntergang erreichten wir den Endpunkt der Tour und kehrten zum Grünkohlessen im Restaurant „Wümmeblick“ ein. Ein großer Dank geht an Anne und Werner Hübner für die Bereitstellung des stabilen Bollerwagens und der Boßel-Ausstattung. – Wir hatten alle viel Spaß damit!

Wiebke Gloe-Carstensen