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Nachlese: Familienfahrt nach Berlin/Werder vom 01.07.-07.07.2013

19. Januar 2014 Geschrieben von admin. in Aktuelles, Wanderrudern

Hier einige Streiflichter von der Familienfahrt nach Berlin/Werder vom 01.07.-07.07.13.
Organisiert von Helga Zwingmann fuhren wir von Montag bis Freitag nach Berlin. Gewohnt haben wir im Bootshaus des Ruder-Klubs Werder (Havel).
Teilnehmer: Helga Zwingmann, Karl-Heinz Breitling, Heidi Hehlmann, Doro und Rolf Lehmann, Jens und Susanne und Youri Steeneck, Heiner Lucht, Christine Duddeck, u. v. a. 
Also haben wir die Boote auf den Hänger verladen und machten uns auf den Weg. Respekt für den, der den Hänger fährt, ist bestimmt nicht so einfach. 
Das Bootshaus liegt wunderschön und wir kamen bei strahlendem Wetter an. Als Neuling wollte ich gerne Rudererfahrung sammeln und vor allem gut steuern lernen. Als ich allerdings die Wellen sah, fühlte ich mich doch etwas unbehaglich. Steuern durfte ich dann reichlich üben und hatte in Rolf einen überaus geduldigen Lehrmeister. Auf einer unserer ersten Fahrten überraschte uns ein Gewitter und wir legten an einem verlassen aussehenden Haus an. Es dauerte nicht lange und wir bekamen Besuch von einem ungehaltenen Herrn in Begleitung eines freundlichen Hundes. Er sprach von Verboten und rechtlichen Konsequenzen, nun ja, er war so gar nicht erfreut. Ein Glück, dass Rolf ein geborener Diplomat ist. Youri hatte dagegen nicht soviel Glück, er stürzte auf einer nassen Treppe und zog sich einen Grünholzbruch des rechten Unterarms zu. So mussten Susanne und Jens erstmal ein Krankenhaus aufsuchen. Mit Gips konnte Youri zu seinem Kummer weder rudern noch steuern. Irgenwann war er aber dann doch, mit Rettungsweste, als Steuermann dabei. 
Was war noch? Grillen und Bierchen trinken, viel Gelächter bei den abendlichen Plauderrunden, viele Mücken aber auch, Natur genießen.
Alles in allem, es war einfach wunderschön.
Christine Duddeck

Jugendwanderfahrt des RTHC Bayer Leverkusen im Teufelsmoor

20. November 2013 Geschrieben von admin. in Aktuelles, Wanderrudern

Es ist heute morgen so neblig, dass man nur wenige Meter weit sehen kann. Außer dem Plätschern des Bootes und dem monotonen Drehen der Skulls sind kaum weitere Geräusche wahrnehmbar. Ich genieße die Ruhe um mich herum.

Das Boot gleitet leicht durch das talwärts strömende Wasser der Wümme und die niedrigen Temperaturen spornen mich an, noch etwas kräftiger zu ziehen, um den noch kalten Körper auf Temperatur zu bringen.

Mein Atem kondensiert in der kalten Morgenluft, aber schon nach einigen Kilometern wird es langsam heller, der Nebel lichtet sich etwas und die ersten Sonnenstrahlen wärmen einem den Rücken.

 

Morgennebel auf der Hamme

Die sumpfigen Ufer mit ihrem hohen Schilfbewuchs werden langsam in ein warmes Licht getaucht, die Blätter der Bäume verfärben sich bereits hin zu herbstlichen Farben. Das dunkelbraune brackige Wasser läuft  aus den vielen kleinen Rinnen und Löchern glucksend und plätschernd langsam wieder Richtung Nordsee.

In großen und kleinen Bögen meandert die Wümme durch die Landschaft und zwingt einem ihr eigenes Tempo auf. Manchmal muss man anhalten, um die verwinkelten Kurven durch ein Wendemanöver zu passieren ein anderes Mal wird man, gebremst durch die eigene Heckwelle, an flache Uferstellen erinnert.

Wir sind schon oft hier gewesen und es kommt einem alles bekannt vor, aber trotzdem gibt es jedes Jahr im Herbst wieder Überraschungen und Neues auf Wümme, Hamme, Lesum und Weser zu erleben:  Schleusen an denen man durch  Niedrigwasser bis auf den Boden geschleust wird, freundliche Wassersportler vom Segelverein Wümme, die einem Schlüssel hinterlegen, ohne einen selbst jemals vorher kennengelernt zu haben,  Hagel, Sturm oder auch mal Badewetter.

Die Mittagspause auf dem Schwimmsteg, den wir nach einigen Kilometern und zig Kurven erreichen, lädt zum Faulenzen ein.

Das Wetter war schon einmal viel schlechter, denke ich, während ich mir noch genüsslich ein weiteres Brot schmiere. Aber warum scheint hier alles anders zu sein als bei uns ? Liegt es daran, dass man in Urlaubsstimmung ist, oder ist es vielleicht auch nur Einbildung ? Liegt es an der Einsamkeit der Landschaft, den entspannten und freundlichen Menschen um einen herum oder der Gewissheit von kaltem Regen durchweicht nach einer Tagestour wieder in ein warmes und gemütliches Bootshaus mit warmer Dusche zu kommen ?

Lange kann ich nicht mehr darüber sinnieren, die dunklen Wolken mahnen zu Weiterfahrt. Die jetzt aufkommende Hektik wird an der Ritteruder Schleuse allerdings schnell wieder eingebremst: Beide Tore sind unten und jeder, der schon einmal hier war weiß, dass selbst das Auffinden der freundlichen Schleusenmeister keine Garantie dafür ist, sich schnell wieder auf  der Hamme Richtung Ruderverein Osterholz-Scharmbeck  in Bewegung zu setzen. 

Dunkle Wolken über der Hamme

 

Das monotone Rattern der Motoren und die millimeterweise vertikale Verschiebung der massiven Stahltore zwingen einen regelrecht zur Ruhe zu kommen. Wieso muss denn auch immer alles schnell gehen ? Der neuartige Begriff der Entschleunigung erfährt  hier eine reale Umsetzung, es dauert eben so lange wie es dauert. Punkt. Ich döse ein wenige vor mich hin, als Herr Bald von ganz oben am Beckenrand nachfragt, ob wir denn übermorgen noch einmal durchkommen würden ? Hm, schwierige Sache, können wir heute noch nicht versprechen. Vielleicht rudern wir auch nach Neu-Helgoland und machen einen Fußmarsch nach Worpswede zum Eis essen oder bauen an dem neu errichteten Steg Sandburgen?

Also wünschen wir unserem Schleusenwart sicherheitshalber frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und vor allen Dingen frohe Ostern. Denn nächstes Jahr kommen wir bestimmt wieder, um  bei unseren Gastgebern vom RV Osterholz-Scharmbeck einige entspannte Rudertage im Teufelsmoor,  Blockland und in Bremen zu verbringen.

 

Schleuse Ritterhude aus Schleusenwärtersicht

 

 

Vielen Dank für die vielen schönen Tage bei Euch.

 Daniel Budszus, RTHC Bayer Leverkusen