Nachruf – Heiner Saade

4. Oktober 2016 Geschrieben von admin. in Aktuelles, Alte Herren, Wanderrudern

Ruderer mit Herz und Leidenschaft

Am 14. September 2016 ist unser Ruderkamerad und Freund von uns gegangen.

Heiner war ein tapferer Kämpfer, aber seine heimtückische Krankheit hat ihn allzu früh besiegt. Mit großer Traurigkeit mussten wir von ihm Abschied nehmen.

 
Der Rudersport war seine Leidenschaft. Er liebte das klare Wort. Seine Lebensfreude, seine Aufrichtigkeit sowie seine Zuverlässigkeit und Tatkraft haben ihn als hochgeschätzten Ruderkameraden geprägt. Er hinterlässt bei uns Ruderern eine große Lücke.

 
Die rudersportliche Tradition hat in der Familie Saade einen sehr hohen Stellenwert. Die Entwicklung unseres Vereins wurde über Generationen gefördert und begleitet. So erfuhren wir großzügige Unterstützung beim Bau unseres Bootshauses durch Heiner’s Vater Hermann Saade. Aber auch durch Heiner’s Großzügigkeit konnten wir für den Ruderbetrieb und die Jugendarbeit neue Boote anschaffen. So waren wir einer der ersten deutschen Rudervereine, der über eine eigene Barke verfügte.

 
Gerade mit diesem Ruderwanderboot hat Heiner mit seiner Unnachgiebigkeit und seinem Organisationstalent über Jahrzehnte auf vielen deutschen und europäischen Gewässern für die Ruderkameraden unvergessliche Fahrten organisiert.

 
Heiner wir danken Dir und wir werden Dein Andenken in unserer Kameradschaft bewahren.

 

Fritz Bokelmann

Jochen Hass

DRV Wanderrudertreffen 2016

27. September 2016 Geschrieben von Andrea Koester. in Aktuelles, Rudern, Rudern & Sport, Veranstaltungen, Wanderrudern

DRV Wanderrudertreffen 2016

Wanderrudertreffen  16. – 18. September 2016 in Bernburg

Ihr wart nicht dabei, aber ich!

mein erstes DRV-Wanderrudertreffen!

als passionierte Wanderruderin hätte ich schon längst an einem  Deutschen Wanderrudertreffen teilnehmen sollen – nun nach 10 Jahren Rudererfahrung wagte ich mich dorthin: zur „Börse der Wanderruderer“, nicht nur der deutschen; z.B. auch aus Frankreich waren Ruderer gekommen, die ihre Fahrten anpriesen, sogar  in deutscher Sprache, wenn gewünscht !

das Ganze fand super-organisiert vom Bernburger Ruderverein an der Saale statt, sodass auch ein Permanentregen – und das in der trockensten Stadt Deutschlands! – der Ruderfreude keinen Abbruch tat. Übernachtung nach Wunsch in empfohlenen Pensionen mit Shuttle zum Bootshaus, sowie einer Jugend Herberge mit Bootsshuttle vom Vereinssteg, der abends bei Mondschein  Venedig-Flair vermittelte, oder in komfortabler gut gelüfteter Turnhalle gleich nebenan mit vielen Aufhängemöglichkeiten zum Trocknen der total durchnässten bis zu 3-fach Garnituren . Wer sich  trockenes Wechselzeug unterwegs anzog in der Mittagspause (die zum Glück unter Überdachung mit heißem Nudelfleisch und Kaffee und Kuchen nach 2/3 Strecke, also 24 km, stattfand), hatte selbst Schuld, denn er war sofort wieder durchnässt: selbst bewährte Regenhosen ließen keine Unterhose trocken.

Und dennoch in modernen Stadtbussen zum Startort Wettin stiegen wir trotz gegenteiliger Anweisung bei strömendem Regen sofort aus, suchten unsere Boote und Mannschaften und starteten zügig mit ca. 60 Booten einschließlich 2 Kirchbooten die Saale hinab, mit 3  Schleusungen in langsamer  Manier, da wir mit vielen Booten uns nicht alle an den Wänden festhalten konnten – bisweilen sich sogar ein Boot quer stellte. Dennoch kamen alle wohlbehalten durch – die Boote hatten sich nur mit Regenwasser wieder erneut gefüllt,  sodass das Kommando Linsen kam, ehe wir weiterfahren konnten. Gut ausgerüstete Wanderruderer hatten natürlich ihre selbstgebastelten effektiven Schöpfgeräte dabei. In der Schleuse kam – oh Wunder – ein Versorgungsboot, das uns verschiedene Getränke anbot, leider keinen Glühwein, da es am Vortage noch Hitze von 30 Grad gegeben hatte; aber Alkoholisches konnte uns wenigstens von innen durchwärmen. Die Steuerleute genosssen diese Tour am wenigsten – mein Steuermann wickelte sich schließlich in eine goldene Notdecke ein; es gab Umsichtige, die einen Schirm dabei hatten, vorher von anderen belächelt, jetzt beneidet.

Was hielt uns bei Laune? Die netten interessanten Unterhaltungen in den gemischten Bootseinteilungen und das Wissen um die tolle herzliche Gastfreundschaft des einladenden Vereins, die wir schon am Vorabend erfahren konnten und die sich dann am Festabend noch steigerte: das ging von genügend warmen Duschen bis reichlich und gutem Essen für alle ohne großes Warten, sowie auch Musik für alle Geschmäcker, wobei bei den schrillen Schalmeien manche sich die Ohren zuhalten mussten, dafür aber den Augenschmaus der schottenberockten Musiker genossen. Andere freuten sich an den jahreszeitlich  pflanzlich liebevoll geschmückten  Tischen oder an einem  zur Theke vorübergehend umfunktionierten 2-er, der in seiner Jugend viele Preise für Düsseldorf gewonnen hatte und nun ein Ehrendasein bei seinem Ruderer in Bernburg führen darf… und als Abschluß  die feierliche Ehrung der „Äquatorianer“ am Sonntag in modernem Festsaal der Stadt.

Was dieser Verein auf die Beine stellte: bewundernswert! Aber die Bernburger hatten ja ihre Gemeinschaft auch vor 3 Jahren nach einer schweren Überschwemmung beim Neuaufbau ihres Ruderheimes gestärkt. Sie haben die Fähigkeit, trotz großer Unbillen, Gutes und Schönes entstehen zu lassen .  DANK an Euch alle in Bernburg , das ich bärenstark erlebte — und tatsächlich gibt es  2 echte Bären unterhalb des Schlosses, das trotz dichter Regenvorhänge für uns sichtbar über der Saale schwebte!

Persönlicher DANK an Dirk Eckelt und Manfred Krüger vom VRV, mit denen ich eine Fahrgemeinschaft gründen konnte.

 

Dieser Bericht so ausführlich, um euch vom RV-OSCH zum nächsten Wanderrudertreffen, das 2017 in Mannheim stattfindet,  zu locken – wie erst kann so etwas bei Sonnenschein sein!

–    Einige Grüße bringe ich euch von anderen Vereinen, die gerne bei uns ruderten.

–    Es war wie ein  großes Familientreffen für mich.

 

Andrea Köster

 

DRV Wanderrudertreffen 2016

DRV Wanderrudertreffen 2016

Jugendwanderfahrt Berlin

19. September 2016 Geschrieben von Youri Steeneck. in Jugendabteilung, Rudern, Rudern & Sport, Wanderrudern

Vom 16. September 2016 bis zum 18. September 2016 fuhren wir mit der Jugendabteilung auf Einladung unseres Ehrenmitgliedes Roland Baar auf Wanderfahrt nach Berlin.

 

Freitag

Unsere Wanderfahrt begann am Freitag erstmal mit einer leider viel zu langen Autofahrt. Wir brauchten aufgrund zahlreicher Staus ca. 7 h. An unserer Unterkunft, dem Friedrichshagener RV angekommen wartete bereits Roland mit leckerem Essen vom Grill. Nach einem netten Ausklang des Abends beim Essen vielen wir alle müde und erschöpft in Vorfreude auf die nächsten beiden Tage ins Bett.

 

Samstag

Samstag hieß es früh aufstehen für uns, denn vor uns lag ein prall gefülltes Programm. Nachdem dem Frühstück an einer Tischtennis Platte und im Umfeld zahlreicher Wespen ging es über die Müggelspree, die Spree und die Dahme zur Regattastrecke Grünau, wo wir uns einige Sprintrennen des Flatow-Cup ansahen. Auf dem Rückweg mussten wir eine kurze Zwischenpause in Köpenick einlegen, da ein Gewitter unsere Weiterfahrt verhinderte. An unserer Unterkunft wieder angekommen legten wir eine kurze Mittagspause ein. Nach der Mittagspause ging es dann mit den Mietbussen zur Oberbaumbrücke, wo wir uns einige Zeit die Rennen der Ruder-Bundesliga ansahen. Danach zeigte uns Roland die Technische Universität, an welcher er Professor ist. Dort erklärte er uns kurz den Motorenprüfstand, wo verschiedenste Verbrennungsmotoren getestet werden. Anschließend zeigte er uns noch den Audimax der TU, ziemlich beeindruckend mit seinen 1192 Plätzen. Im Anschluss der Führung gingen wir auf einem Restaurantschiff gemeinsam essen. Im Zuge der Dunkelheit besuchten wir nun das Brandenburger Tor und brachen schließlich wieder in Richtung Unterkunft auf, wo einige von uns noch Tischtennis spielten und andere bereits müde ins Bett fielen.

 

Sonntag

Auch Sonntagmorgen hieß es früh aufstehen, für uns Ruderer natürlich kein Problem. Auf unser gemeinsames Frühstück folgte eine Rudertour zum RC Rahnsdorf, ursprünglich wollten wir eigentlich bis nach Erkner am Dämeritzsee rudern. Allerdings nahm die Überquerung des Großen Müggelsees aufgrund des starken Windes und der daraus resultierenden großen Wellen mehr Zeit als geplant in Anspruch und wir entschieden uns dafür die Tour zu verkürzen. Für die meisten von uns war die Überquerung des Großen Müggelsees eine völlig neue Erfahrung, selbst für Roland die uns allen sehr viel Spaß bereitete. Die Verkürzung unserer Tour war im Nachhinein eine weise Entscheidung, denn unsere Heimreise, nach dem wir gepackt hatten, brachte mehr Probleme mit sich als gedacht. Diesmal standen wir nicht nur im Stau, sondern hatten auch noch eine Autopanne bei Braunschweig. Uns blieb nichts anderes übrig als uns vom ADAC abschleppen zu lassen bzw. ein Teil reiste mit dem heilen Bus weiter. So kam es für einen Teil von uns zu einem weiteren Highlight, der mitfahrt im Bus auf dem Abschleppwagen. In der Werkstatt angekommen, bekamen wir einen Ersatzbus geliehen mit dem wir unsere Heimreise fortsetzten und schließlich erschöpft um ca. 22:30 Uhr in Osterholz-Scharmbeck ankamen, nach über 9 h Fahrt.

 

Diese Wanderfahrt hat auf jeden Fall Wiederholungsbedarf und wird uns allen sicherlich in guter Erinnerung bleiben.

Vielen Dank für die Einladung nochmals an Roland! Uns hat dieses abwechslungsreiche und erlebnisreiche Wochenende sehr gefallen.

Update 22.09.2016: Weitere Fotos hinzugefügt.