Auftakt zur Teufelsmoorralley 2016

24. April 2016 Geschrieben von Petra Bosse. in Aktuelles, Teufelsmoorrallye

Die Wettervorhersage versprach nichts Gutes für den Samstag, an dem die Bootsvorfahrt zur Teufelsmoorralley über Hamme und Wümme nach Lilienthal, Trupe stattfinden sollte. Es wurde aber ein gut gelaunter, überwiegend sonniger Bootsausflug mit für das Rudern angenehmen Temperaturen, an dem auch schon einige Gäste teilnahmen.

Eine schöne Ausfahrt mit frischem Wind und tollem Nachmittagslicht. Pünktlich zur Ankunft in Trupe fielen die ersten Regentropfen, da waren die Boote aber schon fertig gelagert an Land und die Teilnehmer saßen trocken in für die Rückfahrt bereitstehenden Autos.

Gesellig wurde es in der Ritterhuder Schleuse, in der neun Boote gleichzeitig durchgeschleust wurden. Es war eng aber damit auch ganz nett! Leider wurde kein Tee und Gebäck gereicht. Ein gelungener Auftakt für die große Veranstaltung am nächsten Tag.

Petra und Ingo Bosse

Eine TMR Vorfahrt , die ist lustig – eine Vorfahrt die ist abenteuerlich …..

28. April 2015 Geschrieben von Andrea Koester. in Aktuelles, Teufelsmoorrallye

Diese Borgfeld –Tour ist der schönste Teil der Teufelsmoor-Ralley, die am nächsten Tag (immer letzter Sonntag im April) bei hoher Beteiligung, viel Ruderfreude und angeregten Austauschgesprächen bei Wurst–und-Salat, Kaffee-und-Kuchen mit   Kameraden aus nah und fern stattfand in unserem RVOSCH, der auch bei Regenwetter ( das 1. Mal seit 35 Jahren ? ) viele Gäste gemütlich aufnehmen kann.

5 Boote waren dieses Jahr besetzt nach Borgfeld zur Teufelsmoor-Rally-Vorfahrt.

Wir waren für die „Grieger“ vorgesehen, die sogar zunächst Helga nicht im Bootsschuppen fand, weil sie ganz zuoberst lag auf ungewohntem Platz – für uns zu hoch; so nahmen wir die „Schwobs“ mit den schon bereitgelegten Skulls der „Grieger“.

Umsichtig war das Boot ausgerüstet mit warmer, regenfester Lieblingsjacke des Vereins für die Steuerleute, Piekhaken, Extraleine, Fahne von Neumitglied Silvia , unserer Obfrau, deren 1. Fahrt es auf der Wümme sein sollte.

Beim Ablegen zeigte uns Hübi, ein Neuling vom letzten Jahr, das Kunststück, wie man beim Einsteigen trotz Gewichtsverlagerung zum Land nicht aus dem Boot fällt (lediglich ein Bein wurde nass): er hatte den Leitspruch „Nie die Skulls loslassen“ fest verinnerlicht und konnte sich so mit bewundernswerter Leichtigkeit selbst aus dem Wasser ziehen – schnell wurde ihm warm als auserwählter Schlagmann im Frauenboot und das Bein trocknete im Nu trotz Dauersprühregen.

Nun fiel auf, dass seine Skulls vertauscht waren – wer hatte die so eingelegt !? auch das Umtauschen der Skulls auf dem Wasser gelang ihm geradezu elegant.

Die 2.Schleuse erreichten wir als 3. und letztes Boot: keine Zeit zum Vorher-Anlegen: schnell wurde es grün und wir konnten sogar als 2. Boot einfahren. Da das 3. Boot – Bremer Ruderinnen, die auch schon eine Vorfahrt machten für die Teufelsmoor-Rally am anderen Tag, nur einen Piekhaken hatte, übergaben wir großzügig unseren 3. = Reservehaken mitten in der Schleuse, wenn auch unser eigenes Anlege- und Einhakmanöver nicht so ganz gut geklappt hatte unter Steuerfrau Andrea: wir hatten leichte Berührung mit der „Anja“ vor uns.

Hübi, als Ritterhuder, kannte eine Anlegestelle hinter der 2. Ritterhuder Brücke zum Steuerfrauwechsel mit PP für Frauen. Beate stieg behände aus und gab sichere Hilfestellung für weiteres Aus-, Um- und Einsteigen auf Entenmatsche .

Unsere neue Steuerfrau Christine manövrierte uns geschickt ohne Bodenberührung in die Wümme , die uns mit ihrer Strömung jetzt sehr erfreute: als flögen wir dahin, war unser Gefühl. Dieses hatten in Höftdeich wohl auch die anderen Boote vor uns gehabt, denn sie waren schon längst nicht mehr in Sicht.

In Höftdeich verlockte erneut ein Anleger (wegen einer echten Toilette an Land) zum Halten. Ein von Beate raffiniert begonnenes Ablegemanöver hätte sie fast vom Steuersitz gerissen: früh genug ließ sie aber noch den zwischen den Stegbrettern festgeklemmten Steuerhaken los und gab präzise Kommandos für ein erneutes Anlegen gegen die Strömung, wobei unsere Obfrau souverän den verkeilten Haken rettete.

Nun ging es noch fast endlos weiter durch die maändernde Wümme , in stiller Dämmerungs-stimmung – sind wir noch auf dem richtigen Fluß ? rudern wir zurück ? wo ist endlich die Wörpe-Abzweigung? Plötzlich hörten wir lautes Rufen unserer Kameraden an Land auf Höhe vom Truper Deich. Und dann – wer hat sowas schon erlebt ?! – kam ein lautes und bestimmtes Ruderkommando vom Ufer, wir sollten mit der Strömung anlegen. Tatsächlich vergaßen wir für einen Moment, dass wir ja eigentlich auf die Kommandos unserer Steuerfrau Beate hören sollten und prompt klappte natürlich die Umsetzung der „Ufer-Kommandos“ nicht, die Mannschaft geriet in Unordnung. Kurzerhand machte unsere Obfrau dem erneuten Versuch, mit der Strömung anzulegen, ein Ende, ließ das Boot stoppen und übergab der Steuerfrau wieder das Kommando. Schließlich hatte diese ja schon zweimal auf dieser Fahrt gezeigt, wie man auch ohne Hilfe von „außen“ sauber anlegt, nämlich gegen die Strömung. Und so klappte das auch diesmal einwandfrei.

Da es inzwischen heftig regnete, trieben uns die Kameraden zur Eile beim Aussteigen an, viele fleißige Hände holten die Skulls raus, Karl-Heinz stieg sogar noch ins Boot, um meine flussseitige festgekeilte Dolle zu öffnen.

Nachdem unser Boot gut auf der Wiese lag und alles eingesammelt war, konnten einige in den schon wartenden Kleinbus einsteigen. Vier von uns liefen noch ein Stück zu der irrtümlich angenommenen Anlegestelle in Borgfeld weiter, wo Beate ihr Auto abgestellt und noch ein weiterer Pkw geduldig gewartet hatte, um uns zurück zum Bootshaus zu bringen: jetzt in strömendem Regen .Was hatten wir ein Glück !

25.4.2015 Andrea Köster und Silvia Langenbach