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Einladung zur Bootstaufe

16. September 2018 Geschrieben von admin. in Aktuelles, Alte Herren, Fitness- und Freizeitrudern, Jugendabteilung, Neues aus der Werkstatt, Rudern, Veranstaltungen, Vorstand

Unser neues Boot (C-Gig 2x+/3x) ist da!

Damit wir es auch vor dem Winter noch ordentlich rudern können, soll es nun kurzfristig getauft werden!
 
Im Namen des Vorstandes lade ich daher alle Interessierten für

Sonntag, den 23. September um 10 Uhr

zur Bootstaufe am Boothaus ein.
 
Beim anschließenden allgemeinen Rudern soll unser neues Boot auf Jungfernfahrt gehen!
 
Ich freue mich auf Euer Kommen!
 
Mit rudersportlichen Grüßen

Monika Buck
Erste Vorsitzende

Mit allen Wassern gewaschen

8. September 2018 Geschrieben von admin. in Aktuelles, Fitness- und Freizeitrudern, Rudern, Rudern & Sport, Wanderrudern

Fitnessgruppe ruderte in Schwerin

Das Intro von Heiner Wenk

Mit einem Zweier und drei Vierern über den Schweriner See fahren, bei Wind, Sonne, Regen, Wellen, durch die Stichverbindungen in den Ziegelsee und die Inselwelt dieser Seenlandschaft im Angesicht des Schosses: ein ganz besonderes Event, das sich die Trainingsgruppe um Brigitte Haase gegönnt hat.

Arno Surminski hat seinem Roman über diese Gegend in der Zeit der deutsch-deutschen Wiedervereinigung mit „Kein schöner Land“ überschrieben.

Wohl wahr, er hat recht.

Genau so ist es:
Das Ruderhaus des Schweriner Rudervereins wurde anlässlich der Bundesgartenschau vor 10 Jahren nach neusten architektonischen und energetischen Gesichtspunkten neu gebaut. Ein besonderer Leckerbissen für unseren Ruderkameraden und Stadtbaurat i. R. Jörg Fanelli. Hier durften wir wohnen, herrlich essen und das Bootsmaterial testen: Olympiaskulls, wohl aus den 60er Jahren: VEB Müggelspree, Berlin Grünau.

Ich habe mich gefreut, dass wir dort Rennskulls von einer Olympiade rudern durften: VEB Berlin Grünau Müggelspree, made in GDR. Bei den Diskussionen, wer welche Skulls bei OSCH benutzen darf, schätzt man solche Großzügigkeit besonders.

Drei Touren konnten wir machen: Am Freitagnachmittag in den Ziegelsee, am Samstag über den großen Schweriner See und am Sonntag schließlich nach Süden in den Störkanal, der das Ruderrevier an die Elde-Müritz Wasserstaße anbindet.

Dank an Enno Strehl für die klaren Kommandos beim Ein- und Aussetzen der Boote, an die Kameradinnen im Schulungsraum, die schon ganz früh morgens für frischen Kaffee sorgten, an alle, die zu guter Stimmung beitrugen und ganz besonders an Brigitte, die für alles gesorgt hat von Booten, Bed and Breakfast bis hin zum „guten Roten“ am Abend.

Es war wie vor zwei Jahren in Ratzeburg: Die perfekte Tour.
 
 

Und jetzt die Details von Wiebke Gloe-Carstensen

Die Begeisterung kannte keine Grenzen, als achtzehn Ruderer der Trainingsgruppe am zweiten Freitag im August grüppchenweise am Schweriner See angerollt waren: Die Lage des Ruderhauses gegenüber des Schlosses und die glitzernde Sonne auf dem Wasser hätten nicht schöner sein können – genau wie das neue Bootshaus mit seinen 1A-Gästewohnungen im Obergeschoss, einer schicken Gastronomie mit Sonnenterrasse und jeder Menge top gepflegter Boote.

Eine ideale Mischung für ein Wochenende auf einem großen Seenrevier, das unsere Trainerin hervorragend ausgewählt hat! – Die Schweriner Rudergesellschaft ist übrigens der Heimatverein des Olympiasiegers und Deutschlandachter-Schlagmanns, Hannes Ocik. Auf dem Ruderhaus lag also ein gewisser Hauch von Olympia …

Freitag: Stille Wasser sind manchmal nicht ganz so tief

Nachdem wir unsere Zimmer geentert hatten, fanden wir uns sofort zur ersten Trainingseinheit zusammen. Der Gästeruderwart hatte uns drei gesteuerte Vierer und einen Zweier zugewiesen: historisch anmutende, aber sehr intakte Holzplankenboote von beachtlichem Eigengewicht.

Beim Anblick der Skulls erreichte unser Staunen an diesem Tag einen weiteren Höhepunkt: Hölzerne, ungewohnt schwere Exemplare mit Mâconblättern und sperrigen Griffen, auf denen diskrete Olympia-Sticker prangten. Wieder ein Hauch von Weltsport: Wenn diese Skulls ihre Geschichte erzählen könnten, so hätte ich gerne zugehört!

Es standen rund 14 Trainingskilometer auf dem Programm – mit einer Pause am Ende des Ziegelsees, wo wir zum Kaffeetrinken am Kiesstrand einer lauschigen Hotelbucht anlandeten. Unterwegs hatte ich die erste Berührung mit höheren Kappelwellen im Ruderboot, die auf meinem Platz im Bug Kindheitserinnerungen von manchem Segeltörn auf der Ostsee wach werden ließen. Einige Ruderer lernten an diesem Tag gleich noch eine Lektion in Sachen Untiefen: Man sollte entsprechende Schilder besser ernst nehmen, sonst hat man schnell keine Handbreit Wasser mehr unter dem Boot …

Samstag: Leben in der Lage

Die ersten Regenschauer waren bereits am früheren Morgen runtergegangen und die Temperatur auf kühle 14 Grad gefallen – das erste Mal langärmlig rudern in diesem Sommer. Die Sonne lugte zwischen den dicken Regenwolken hervor, als wir in neuer Bootseinteilung auf dem vollkommen ruhigen Wasser am Steg einstiegen. Doch schon nachdem das herrschaftliche Schloss hinter uns verschwunden war, nahmen die Wellen zu und verlangten jeder Mannschaft ein hohes Maß an Geschicklichkeit beim Ein- und Ausheben ab.

Ich saß mit Heiner und Lars im Zweier – die hölzernen Mega-Skulls fest in der Hand. Nach der ersten Etappe durch die Wellen des Innen- sowie des Ziegelsees war ich heilfroh, als ich nach einer ruhigen Fahrt über das sonnenbeschienene, stille Wasser des Paulskanals den Schlagplatz gegen den Steuerplatz eintauschen konnte! – Denn was auf dem Außensee folgte, erinnerte an realen Seegang: Lars und Heiner schlugen sich dabei hervorragend, als unsere kleine Nussschale namens „Müritz“ von einem Wellenkamm ins nächste Wellental platschte und der Wind derart auffrischte, dass uns die Caps von den Köpfen zu fliegen drohten.

Nach rund 18 Kilometern erreichten wir die ruhige Bucht unterhalb von Schloss Willigrad, wo wir glücklich die ersten heftigen Schauer im Café abwettern konnten. Was für ein göttliches Timing!

Gut gestärkt und bester Dinge machten wir uns auf den Rückweg – dieses Mal gegen den heftigen Wind. Auf dem Außensee peitschte uns dann noch ein Regenschauer um die Ohren. Alle Mannschaften parierten die Fahrt glänzend, allerdings mit vollem Einsatz.

Umso mehr genossen wir später die warme Dusche, das hervorragende Abendessen sowie die zufriedene Stimmung nach einem langen Tag voller bunter Rudererlebnisse.

Sonntag: Sonniger Schlussakkord

Seinem Namen alle Ehre machte der Rückreisetag, an dem wir nach dem frühen Frühstück die bisher unentdeckte Flanke des Innensees hoch ruderten. Bei Sonnenschein und mäßigem Wind genossen wir die letzte Ausfahrt in unseren Leihbooten, die dank wechselnder Platzverteilung wiederum neu besetzt waren.

Nach der letzten Etappe blieb noch Zeit für ein fröhliches Resteessen auf der herrlichen Dachterrasse mit Ausblick auf die Schlossinsel. Alle waren sich einig: Es war ein wunderbar abwechslungsreiches, harmonisches Ruderwochenende, bei dem wir nicht nur Erfahrungen in einem neuen Revier sammeln konnten, sondern zusammen jede Menge Spaß hatten – an der Kameradschaft unser wirklich tollen Truppe, der weitläufigen, malerischen Seenlandschaft und unserem gemeinsamen Lieblingssport.
 

Gedenken an unser Ehrenmitglied Prof. Dr.-Ing. Roland Baar

30. Juni 2018 Geschrieben von Trainer. in Aktuelles, Rudern, Rudern & Sport

Das jüngste Ehrenmitglied des Rudervereins Osterholz-Scharmbeck Prof. Dr.-Ing. Roland Baar ist an den Folgen eines Verkehrsunfalles verstorben.
Roland lernte als Schüler in unserem Verein das Rudern und errang unter dem damaligen Trainer Axel Kook seine ersten Regattaerfolge. Er war ewig sehr zielstrebig und gehörte zu den „jungen Wilden“ im Verein, wie wir heute sagen. Über eine Begebenheit haben wir beide uns oft unterhalten: Frau Pissarcyk, Gattin des damaligen Bürgermeisters, wollte die Barke Ostera taufen. Unter der Flagge, die den Taufnamen verdeckte, hatten die Trainingsleute unter der Regie von Roland das Schild „Schweinetrog“ angebracht. Sie hätten für das Geld, welches die Barkenruderer aufgebracht hatten, lieber ein Rennboot erhalten.
Roland ist durch die Berufsausbildung aus Osterholz-Scharmbeck früh fortgezogen, trotzdem ist er unserem Verein immer treu geblieben. Als Schlagmann im Deutschland-Achter errang er viele weitere nationale und internationale Erfolge, so je eine olympische Bronze- und Silbermedaille sowie insgesamt fünf Weltmeister Titel.

Die vorstehenden Worte hat unser Ehrenmitglied Prof. Dr. Peter Krüger in Gedenken an Roland verfasst.

 

Der Ruder-Verein Osterholz-Scharmbeck hält das Andenken an seinen erfolgreichsten Ruderer, der wegen seiner ruderischen Leistungen auch mit unserer Ehrenmitgliedschaft im Jahr 1992 ausgezeichnet wurde, in Ehren.
Wir danken Roland für seine langjährige Verbundenheit mit dem Verein und insbesondere für seine immerwährende Unterstützung und Förderung unserer Kinder- und Jungendabteilung.

Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt in dieser schweren Zeit seiner Familie.

Der Vorstand und alle Mitglieder des Rudervereins Osterholz-Scharmbeck v. 1901 e.V.