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Kein Glück in Hannover, tolle Leistungen in Köln

26. Juni 2018 Geschrieben von Trainer. in Aktuelles, Frontpage Blog, Jugendabteilung, Rudern, Rudern & Sport, Rudertechnik

Am vergangenen Wochenende ging mit der Deutschen Jugendmeisterschaft in Köln unsere Saison auf dem Fühlinger See zuende. Benita Razetti hatte sich den langen Weg dorthin hart erarbeitet. Nachdem sie im Frühjahr im Ratzeburger Ruderinternat vorstellig wurde und direkt die Aufmerksamkeit des Internatstrainers erlangte, besuchte sie diverse Regatten zusammen mit dem Team aus Schleswig-Holstein, so auch die Ghent international Spring Regatta in Belgien. Sie erruderte in Lübeck im Doppelzweier den ersten Sieg der Saison und sammelte kurz darauf erste Eindrücke von der ganz großen Ruderwelt, als sie im Trainingslager in München auf der Olympiastrecke von 1972 rudern durfte. Die darauffolgende internationale Regatta in München kommentierte sie schlicht mit den Worten „Wahnsinn. Einfach Wahnsinn!“

Nachdem sie sich durch gute Leistungen auf den DRV-Juniorenregatten in Köln und Hamburg für einen Startplatz auf der Jugendmeisterschaft empfohlen hatte, bestätigte der zuständige Landestrainer in Schleswig-Holstein den Eindruck und gab grünes Licht für das Viererprojekt, dem sich Benita mittlerweile angeschlossen hatte. Eine letzter Test stand zwei Wochen vor dem Zielwettkampf im dänischen Haderslev an, dann ging es erneut los nach Köln. Nachdem das Team aus Schleswig-Holstein im Vorlauf den fünften Platz belegte und somit den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen musste, lief es am Folgetag deutlich besser. Das Team um Schlagfrau Benita belegte den zweiten Platz und sicherte sich somit den Finaleinzug. Nach dem Halbfinale stand fest: Am Sonntag geht es im B-Finale um die Plätze 7 – 12.

Nach einem großartigen Start konnte sich das Boot zunächst im Feld einsortieren, doch schon nach 500 geruderten metern war klar, dass die Konkurrenz ebenfalls rudern kann: Die drei führenden Boote waren eine gute Bootslänge weg, ein weiteres Boot lag einen Luftkasten vor  Schleswig-Holstein. Gleichauf war außerdem noch das Team aus Datteln und Waltrop. Erst nach 1000 Metern kristallisierte sich ein Vorsprung von einer Bootslänge gegenüber dem Team aus dem Ruhrgebiet heraus. Nach einem bissigen Endspurt, in dem das Team alles versuchte, um auch noch an die Berliner Renngemeinschaft heranzufahren, blieb es jedoch beim fünften Platz in ihrem Lauf und somit dem 11. Platz insgesamt. Benita war mit sich zufrieden: „Wir wussten, dass es ein unglaublich hartes Rennen würde. Unser Ziel war es, überhaupt ins Finale einzuziehen, immerhin fünf Boote haben das nicht geschafft. Dass es dann zum 11. Platz gereicht in Deutschland hat, ist toll!“

Wieder kein Glück in Hannover

Nachdem Benita in dieser Saison erstmals im Juniobereich startete, konnte ihre ehemalige Zweierpartnerin Chantal Schröder noch ein Jahr im Kinderbereich antreten. Mit ihrer neuen Zweierpartnerin Stina Asmann hat sie einen tollen Ersatz für Benita gefunden. Die beiden konnten gleich auf der ersten Regatta der Saison in Bremen ein Zeichen setzen und die Langstreckenz eit aus dem letzten Jahr um über eine Minute verbessern. Beflügelt von diesem Erfolg räumten sie auf der Regatta auf dem Werdersee gleich in jedem der folgenden Rennen ab: Im Doppelzweier siegten sie mit überragendem Vorsprung über 700 Meter, im einer wiederholte Stina dieses Kunststück am Sonntag gleich nochmal, während Chantal nicht an den Start ging.

Krankheitsbedingt etwas geschwächt gingen Stina und Chantal in Otterndorf auf die Langstrecke, blieben dort aber etwas hinter den Erwartungen zurück. Dafür konnten sie auch hier das 1000 m Rennen mit viel Abstand gewinnen. Am zweiten Tag wollten sie dann im Vierer zusammen mit Mathilde Kaplan und Luisa Kintrup der Konkurrenz aus der Großstadt zeigen, wie man im beschaulichen Osterholz-Scharmbeck rudert. Die Bremerinnen mussten etwa auf der Streckenhälfte dem Druck der Kleinstädter nachgeben, doch Hamburg wand sich noch. Bis ins Ziel konnten sie ihren Vorsprung halten – mit nicht ganz fairen Mitteln, wie der Schiedsrichter am Ende entschied. Nach gravierenden Bahnverstößen zu Beginn und in entscheidenen Phasen des Rennens erklärte er beide Boote zum Sieger – großer Jubel für die Teufelsmoormetropole! Lukas Weber, im letzten Jahr frisch in die Juniorengruppe gewechselt, sammelte Erfahrungen im leichten Einer der B-Junioren. Außerdem konnten in Otterndorf die beiden Coaches Marlon Kutzsche und Sebastian Bode zusammen mit Tobias Bullwinkel und Tom Puls (Aurich) einen Sieg im Riemenvierer der Männer errudern. Sebastian Bode und Kim Steeneck erreichten im Doppelzweier den dritten Platz.

Mit großen Erwartungen reisten Stina und Chantal dann nach Hannover, wo sie sich durch einen Landesmeistertitel für den Bundeswettbewerb qualifizieren wollten. Mit leichten Startschwierigkeiten auf der Langstrecke belegten sie hier den dritten Platz und blieben hinter den eigenen Erwartungen zurück. Böse Erinnerungen an die vergangene Saison kamen bei Chantal hoch, wo sie zusammen mit Benita das Feld anführte, bis das Rennen aufgrund einer Kollision auf einer anderen Bahn neu gestartet werden musste. Im neuen Anlauf konnten sie ihr Kunststück nicht wiederholen und verpassten so die Qualifikation für den Bundeswettbewerb. Im diesjährigen Wettbewerb wollten Chantal und Stina deshalb alles von Anfang an richtig machen. Heiß wie Frittenfett gingen sie im neuen Boot Günther Buttkus an den Start. Der Startschuss fiel just in dem Moment, als sie auf dem windigen See ihre Fahrrichtung noch korrigieren wollten. Dennoch legten sie nach einem nur „okayen“ ersten Schlag einen beeindruckenden Start hin und setzten sich an die Spitze. Die Mädels aus Celle waren ihnen jedoch dicht auf den Fersen und bei 500 m passierte das Unglück: Ein Krebs bremste das Gespann aus. Sie fingen sich blitzschnell, doch es war passiert: Celle übernahm die Führung und trotzte bis ins Ziel allen Angriffen. Über den Vize-Landesmeistertitel freute sich an diesem Abend niemand mehr, war doch der BW so greifbar nah.

Der Ärger über den Krebs wich nach einer Ansprache von Trainer Johannes Mangold schnell der Zuversicht. „Es war einfach Pech! Die beiden Mädels hätten es verdient, stattdessen erteilt Ihnen der Rudersport so früh eine wichtige Lektion: dass man es verdient, heißt nicht automatisch, dass man es auch bekommt. Man muss hart dafür arbeiten und darf sich von Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Die Mädels haben eine tolle Saison hinter sich und werden bestimmt im nächsten Jahr wieder angreifen – dann noch klüger, noch besser. Ich freue mich jetzt schon wie ein Schnitzel darauf!“

Ein Vizelandesmeister-Titel, ein 11. Platz im ersten B-Jahr

Mit Benitas Erfolg auf der Jugendmeisterschaft geht sie konsequent den Weg weiter, der bereits im Jahr 2011 unter Trainer Andreas Lindenberg begann: Eine Teilnahme an den deutschen Meisterschaften gab es seither in jedem Jahr. „Bereits vor meiner Zeit als Cheftrainer hatten wir Sportler, die es geschafft haben, sich auf der deutschen Meisterschaft zu messen. Die von mir betreuten Jugendlichen gingen dann diesen Weg weiter. Rennrudern geht eben auch auf der beschaulichen Hamme, das dürfte mittlerweile jedem klar sein. Sportler lernen bei uns früh, Hürden sportlich zu nehmen und Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Das hilft ihnen dann später in ihrer Sportlerlaufbahn wie auch im Leben.“

Weiter geht es nach der Sommerpause auf den Regatten in Hamburg und Mölln, wo wir uns schon wieder auf die nächste Saison vorbereiten. 2019 werden dann die Karten neu gemischt. Trainer Johannes Mangold freut sich erstmal auf seine Sommerpause „aber danach geht’s wieder rund, ich bin heiß!“

Kinder-Bundeswettbewerb

19. Juli 2016 Geschrieben von sascha. in Aktuelles, Frontpage Blog, Jugendabteilung

Am einem Donnerstag, dem 30.6. ging es los nach Salzgitter, das Dreier-Gespann Svenja Thiel (Trainerin), Chantal Seline Schröder und Benita Razetti (Athletinnen) trafen sich um 12.30 Uhr um gemeinsam zum Bundeswettbewerb (BW) der Kinder im Rudern anzureisen.

Um 14.30 Uhr angekommen musste erst einmal der Bremer Hänger gesucht werden, da die unser Boot transportiert haben. Dann begaben sich Chantal und Benita mit ihrem Zweier aufs Wasser um sich an die Bedingungen vor Ort zu gewöhnen – nach einigen Runden auf dem Salzgitter See kamen sie auch mit den Wellen und dem Wind gut zurecht und waren damit motiviert für den nächsten Tag.

Um 20 Uhr sollten dann alle aus Niedersachsen in der Sporthalle erscheinen in der wir unser Quartier für die nächsten drei Nächte aufschlugen. Die Kinder bekamen dann die Aufgabe, sich der Größe nach aufzustellen. Dies war nicht so einfach, da sich die meisten gar nicht kannten. Nachdem diese Aufgabe geschafft war, wurden der Reihe nach T-Shirts verteilt die die Trainer dann mit Namen versehen haben. Anschließend wurden die Kinder zum Zähneputzen geschickt, während die Trainer/Betreuer die erste Besprechung hatten und die Startnummern der einzelnen Boote verteilt wurden. Um 22Uhr hieß es dann Bettruhe, gar nicht so leicht alle Kinder in so einer Halle ruhig zu bekommen.

DSC_0149Am nächsten Tag war es dann soweit: der BW Startete mit der Langstecke über 3000m. Jedes Boot wurde einzeln gestartet und musste erst 1000m in die eine Richtung und nach einer Wende 2000m noch in die andere Richtung rudern. Chantal und Benita starteten um 13.13 Uhr. Leider verlief die Wende nicht so glatt, aber nach kurzer Zeit spielten sie sich wieder ein und ruderten somit auf den 12. Platz von insgesamt 15 Booten mit einer Zeit von 14:15 min.

Am Abend gingen dann alle zusammen mit der Ruderjugend zur Siegerehrung. Überall hörte man Kampfgesänge. Auch die OHZ´ler waren voll dabei und trällerten den Niedersachsen-Ruf ordentlich mit. Am Abend wurden dann noch die Gruppen für den nächsten Tag eingeteilt, in der beim Zusatzwettbewerb gemeinsam angetreten wurde. Anschließend ging es dann auch schnell ins Bett, da die ersten am nächsten Morgen um 7 Uhr beim Frühstück sitzen mussten, denn um 8 Uhr ging es schon los.

Nachdem die Gruppen zugeordnet wurden, ging es los zur ersten Station. An jeder Station wurden sportliche Aufgaben absolviert, z.B. Wasser über ein Hindernis transportiert, ein Ball über den Kopf geworfen und hinter dem Rücken aufgefangen oder einfach Seil gesprungen und jeder Sprung wurde gezählt. Bei jeder Station schweißten sich die Athleten mehr zusammen und feuerten sich mehr oder weniger an. Nach 2 Stunden ging es dann wieder zum Zelt. Da es die ganze Zeit regnete, mussten erst mal alle zur Halle und sich etwas Trockenes anziehen und sich aufwärmen. Zum Glück war es nach dem Mittag trocken und somit konnten einige nochmal aufs Wasser gehen oder einfach etwas entspannen. Einige schlossen auch Freundschaften mit anderen Kindern aus anderen Vereinen.

Um 17.30 Uhr gab es dann nochmal einen Höhepunkt: einige Trainer/Betreuer gingen mit Vierern aufs Wasser und absolvierten spannende Rennen über die 500m Distanz, auch unsere Trainerin Svenja ging mit drei Trainerinnen und Trainern des Braunschweiger Rudervereins an den Start. Es war gar nicht so leicht, wenn man noch nie zusammen gerudert ist und das Boot nicht kennt, einen einigermaßen guten Rennschlag hinzubekommen. Am Ufer hörte man die Athleten ordentlich anfeuern. Auch wenn dabei kein Sieg für Niedersachsen rauskam, hatten alle Spaß. Anschließend ging es zur Siegerehrung des Zusatzwettbewerbs. Leider konnte keine Mannschaft aus Niedersachsen einen der vorderen Plätze ergattern.

IMG-20160704Am Sonntag, dem 3.07., war dann morgens um 6 Uhr Halle räumen angesagt. Alle packten noch halb verschlafen ihre Luftmatratzen und Schlafsäcke zusammen und fuhren gemeinsam an den Regatta-Platz. Nach dem Frühstück kamen dann aus OHZ Eltern, Geschwister und Trainer/innen zum Anfeuern. Chantal und Benita waren sehr aufgeregt. Sie starteten an diesem Tag auf der 1000m Strecke im C-Finale, um 10.02 Uhr starteten sie gegen 3 weitere Boote aus anderen Bundesländern. Beim Start fuhren sie eine gute Führung aus, die sich leider bei der 500m Marke immer mehr reduzierte und am Ende ganz knapp nur für den zweiten Platz reichte, der mit einer Silber-Medaille geehrt wurde. Alle Trainer waren sehr zufrieden mit ihrer Leistung und auch die zwei Athletinnen waren anschließend sehr stolz auf sich. Nun hieß es: Boot wieder transportfertig machen und gemeinsam den Platz aufräumen. Um 14.30 Uhr war dann noch die Gesamtsiegerehrung. Dort wurden die einzelnen Bundesländer geehrt: Niedersachsen belegte den 10. Platz. Anschließend ging es für alle auf die Heimreise.

Es war ein sehr Anstrengendes und erlebnisreiches Wochenende, es hat allen viel Freude bereitet und alle können sehr stolz auf ihre Leistungen sein.

Starke Konkurrenz für Benita Razetti und Chantal Schröder in Hamburg | Thorben Schnibbe und Lucas Mauermann überraschten über 3000m

15. Juli 2016 Geschrieben von sascha. in Aktuelles, Frontpage Blog, Jugendabteilung

Chantal Schröder links, Benita Razetti rechts beim 1000m-Rennen

Chantal Schröder links, Benita Razetti rechts beim 1000m-Rennen

Am Wochenende vom 11.-12.06.2016 hieß es in Hamburg auf der Regatta für den Landesentscheid der Bundesländer Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern noch einmal die Wettkampferfahrungen von Benita Razetti (2003) und Chantal Schröder (2004) vom Ruderverein-Osterholz-Scharmbeck im Doppelzweier zu erweitern, bevor es vom 30.06.-03.07.2016 beim Bundeswettbewerb für Niedersachsen an den Start geht. Ihre Qualifizierung hierfür erreichten Sie bereits hochverdient beim Landesentscheid in Otterndorf am 21. + 22.05.2016.

Wichtig war insbesondere zu schauen, ob die in den Trainingseinheiten auf der Hamme erlernten technischen Feinheiten auch unter psychischen Druck und bei einer dauerhaft hohen Schlagzahl umgesetzt werden können, um dann in den nächsten 2 Wochen gezielt daran zu arbeiten und eventuell auch die Renntaktik zu überdenken.

Bei der Langstrecke über 3000 m setzten die Sportlerinnen die mit dem Trainerteam abgesprochenen taktischen Anweisungen sehr gut um, konnten dabei aber leider technisch nicht ganz sauber rudern. Da bei diesem Rennen die Mannschaften mit einem zeitlichen Abstand von ca. 60 Sekunden starten, ist eine Beobachtung des Gegners ausgeschlossen und somit eine spontane Anpassung der Taktik an den Rennverlauf nicht möglich. Somit mussten sich die RV OSCH‘lerinnen den sehr starken Gegnerinnen aus Rostock mit einem Unterschied von einer Minute und 30 Sekunden geschlagen geben. „Dieser Abstand ist schon eine Herausforderung, aber nichts was nicht aufzuholen wäre“, motivierte Trainerin Susanne Steeneck ihre Mädels.

Der Start im 1000 m Rennen klappte perfekt, so dass Benita und Chantal sich gleich am Anfang absetzten konnten und die Führung für die ersten 100 m übernahmen. Zwei Boote der Konkurrenz konnten sich jedoch nicht nur an die beiden herankämpfen, sondern zogen nach einem harten Kampf auf der Regattastrecke zuerst ins Ziel ein. Wieder siegten die Rostockerinnen. Ein weiteres Boot beendete das Rennen weit abgeschlagen. Die Enttäuschung war den Sportlerinnen erneut anzusehen, jedoch auch der Kampfgeist und ihren Mut beim Bundeswettbewerb die Rivalen zu schlagen und der Wille, dafür alles zu geben.

Jetzt heißt es für die Trainer die Fehler zu analysieren und die Sportlerinnen mental aufzubauen sowie für Benita und Chantal weiterhin ehrgeizig und konzentriert beim Training mitzuarbeiten. Der Trainer Johannes Mangold sagte: “Wir haben jetzt die besten Voraussetzungen um das Training zu optimieren und können bis zum Bundeswettbewerb den Feinschliff vornehmen“.

im Boot: Lucas Mauermann vorne, Thorben Schnibbe hinten, Trainerin Ilona Büscher auf dem Steg

im Boot: Lucas Mauermann vorne, Thorben Schnibbe hinten, Trainerin Ilona Büscher auf dem Steg

Des Weiteren waren auch Thorben Schnibbe (2004) und Lucas Mauermann (2004) im Doppelzweier für ein Langstreckenrennen über ebenfalls 3000 m gemeldet, um erste Erfahrungen über diese Distanz zu machen. Auf Grund ihrer Siege auf der Regatta in Otterndorf wurden die beiden von den  Trainerinnen mit der Zuteilung eines anderen Bootes belohnt und konnten damit ihre Voraussetzungen wesentlich verbessern. Diese wurde aber leider dadurch geschmälert, dass Lucas die Woche vor dem Start in Hamburg krank war, immer noch hustete und somit kein gemeinsames Training mehr stattfinden konnte. Trotzdem nahm das Zweierteam die Herausforderung hochmotiviert an und überraschte alle mit einem hervorragenden 2. Platz von 5 Mannschaften. Selbst zu den 1. Platzierten fehlten nur 14 Sekunden. Trainerin Ilona Büscher freute sich: „Das sind super Ergebnisse, auf die wir im Training aufbauen können. Da ist eine Teilnahme am Landesentscheid 2017 nicht unrealistisch“.

RV OSCH-Kinder räumten in Otterndorf ab

31. Mai 2016 Geschrieben von sascha. in Aktuelles, Frontpage Blog, Jugendabteilung, Rudern

Benita Razetti und Chantal Schröder qualifizierten sich für den Bundeswettbewerb 2016 in Salzgitter

Neuer Rennvierer „Phönix“ hatte ersten Regattaeinsatz

 

Traditionell besuchten die Kinder und Jugendlichen des Vereins die Regatta in Otterndorf vom 20. bis zum 22.05.2016 und machten dem RV OSCH alle Ehre.

IMG-20160523-WA0000RV-OSCH-Otterndorf-2016_032In diesem Jahr wurde nicht nur die Regatta des TSV Otterndorf auf dem Kanal ausgetragen, sondern auch der JuM Landesentscheid Niedersachen. Benita Razetti (2003) und Chantal Schröder (2004) hatten für die Meldung bei den Landesentscheid-Rennen über 3000m und 1000m im Zweier seit einem Jahr hart trainiert und gingen mit hervorragenden Voraussetzungen an den Start. Bei dem Langstreckenrennen am Samstag über 3000m wurden die Boote versetzt gestartet. Chantal und Benita waren nicht nur zusammen eine perfekte Einheit, sondern konnten auch ihr Boot optimal steuern und die Innenkurven auf der Strecke ausnutzen. Mit langen kräftigen Zügen und Zwischenspurts kämpften sie sich an das vorausgestartete Boot heran, konnten dies überholen und gingen sogar mit mehreren Bootslängen Vorsprung ins Ziel. Nach so einem tollen Rennen war die Spannung groß und alle mussten leider noch bis zum nächsten Morgen auf die Verkündung der Ergebnisse warten. Mit einer Zeit von 13:51,8 mussten sich die beiden leider von ihren Gegnerinnen des Hannoverscher RC, die nur 6 Sekunden schneller waren, auf den 2. Platz verweisen lassen. Dies war ein herber Rückschlag, aber bisher war noch nichts verloren. Eine Qualifikation für den Bundeswettbewerb am heutigen Sonntag war immer noch mit einem Sieg oder Vizesieg im 1000m- Rennen möglich. Nun hieß es bis zum späten Nachmittag Ruhe bewahren und sich voll auf den kommenden Wettkampf konzentrieren. Nach einem gelungenen Start und einer längeren knappen Führung konnte jedoch ausschließlich das gegnerische Boot des Hannoverscher RC‘s herankommen. Nach einem unerbittlichen Kampf beider Mannschaften mussten sich jedoch unsere Mädels um ca. 3 Ruderschläge geschlagen geben (4:48,3 zu 4:51,2). Die Qualifizierung war zwar erreicht, jedoch der Ehrgeiz der Sportlerinnen nicht befriedigt und somit war die Enttäuschung bei Ihnen anfangs groß. Nachdem Sie sich gefangen und bereits ihr Startshirt des Landesruderverbands Niedersachsen für den Bundeswettbewerb anprobiert hatten, wurde der Blick wieder fest auf die kommende Herausforderung gerichtet. Dies bedeutet nochmal eine Schaufel beim künftigen Training drauf zu legen und nicht nur die Einheiten bei den Kindertrainerinnen Svenja, Susanne und Ilona war zu nehmen, sondern auch im Rahmen des Jugendtrainings bei Johannes und Marlon sowie selbstständige Arbeit zu Hause. Wir sind sehr stolz auf Chantal und Benita und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg sowie Spaß am Rudern und stehen Ihnen zur Seite.

Auch unsere Jungs konnten sowohl am Samstag als auch am Sonntag glänzen und brachten insgesamt 9 Medaillen mit an die Hamme.

RV-OSCH-Otterndorf-2016_120Am Samstag begann die Kinderabteilung wie gewohnt mit den Slalomrennen. Dabei geht es nicht nur um Schnelligkeit, sondern in erster Linie um Geschicklichkeit und Beherrschung des Einers. Dabei müssen mehrere Bojen umfahren und durchfahren werden. Schnelle Wenden sowohl über Backbord als auch über Steuerbord waren gefordert sowie das durchfahren eines Tores. Dieser Herausforderung stellten sich Thorben Schnibbe, Lucas Mauermann, Jasper Nußbaum, Yannik Angeli, Luka Haas und Georg Kortebein. Dabei konnten Georg, Jasper, Yannik und Lucas sich in ihren Abteilungen behaupten und sich bei der Siegerehrung eine Medaille umhängen lassen. Tolle Leistung von euch. Das zeigt uns, dass ihr nicht nur schnell seid, sondern auch sicher im Boot sitzt und vorausschauend rudert.

Weiterhin können wir Lucas Mauermann (2004) und Thorben Schnibbe (2004) zu einem Halt am Siegersteg bei ihren Einer-Rennen über 300m und 500m gratulieren. Ihr habt in den letzten Monaten wirklich konzentriert beim Rudertraining gearbeitet und dadurch eine super Entwicklung hingelegt und konntet eure Gegner somit weit hinter euch lassen. Weiter so, das Arbeiten mit auch bereitet uns große Freude.RV-OSCH-Otterndorf-2016_080

Des Weiteren ruderten Lucas und Thorben im 2x über 1000m. Die beiden leisteten sich mit Ihrem Gegner bereits vom Start an ein spannendes „Kopf an Kopf“-Rennen. Sowohl der Trainer der anderen Mannschaft und wir Trainerinnen von RV OSCH waren vom Rennverlauf sehr angetan, als dann plötzlich Thorbens Rollsitz von den Rollschienen flutschte und dieser nur noch aus den Armen rudern konnte. Leider mussten wir dieses Rennen verloren geben, aber so ist das nun mal im Leben, es läuft nicht alles wie gewünscht. Kein Problem, wir wissen ja was ihr draufhabt!

RV-OSCH-Otterndorf-2016_063Überrascht hat uns besonders unser Leichtgewicht Yannik Angeli (2005) über eine Strecke von 300m. Nachdem Yannik durch seinen Gegner behindert wurde, wurde das Rennen abgebrochen und neu gestartet. Yannik behielt trotz allem, im Gegensatz zu seinem Konkurrenten, die Nerven und erreichte die Ziellinie fast 9 Sekunden vor seinem Mitstreiter und hat damit wesentlich mehr gezeigt als im Training. Bei dir Yannik scheint der Wettkampfgeist alle möglichen Reserven zu aktivieren. Überrasche uns bitte weiterhin so!

Mit dem Doppelzweier traten Luka Haas (2002) und Carl Welsch (2003) bei einem 500m Rennen für Normalgewichte als Leichtgewichte an und konnten mit einem schnellen Start eine halbe Bootslänge Vorsprung ergattern, diesen aber leider im weiteren Rennen auf Grund der körperlichen Unterlegenheit nicht aufrechterhalten. Beide kämpften hart und kamen mit nur 3 Sekunden Abstand zum vorherigen Boot ins Ziel. Uns hat besonders beeindruckt, dass ihr in so kurzer Zeit, bedingt durch Carls Verletzung, zu einem Team zusammengewachsen seid und technisch viel dazugelernt habt. Das ist eine gute Basis für das weitere Training!

Besonders freuten wir uns auf die Rennen in der „Phönix“. Leider musste die Teilnahme am Rennen Jahrgang 2004 und jünger abgesagt werden, da sich Caspar Welsch kurzfristig verletzt hatte. Daher meldeten wir Jasper Nußbaum, Georg Kortebein (Steuermann), Elias Gloe-Carstens und Yannik Angeli jeweils für ein 500m-Rennen nach. Statt als Mannschaft mussten die 4 sich jetzt allein schlagen, was aber alle gut umsetzten. Unsere Mannschaft mit den Jahrgängen 2003 + 2004, bestehend aus Carl, Georg, Thorben und Lucas sowie Steuermann Luka hingegen war fit und legte sich über 1000m mächtig ins Zeug und aktivierten ihre gesamten Kraftreserven. Leider reichte dieses nicht, um ihren Gegner wieder einzuholen, der bereits am Start davongezogen war, weil die RV OSCH’ler leider die Startinstruktionen nicht gehört hatten. Macht nichts, läuft beim nächsten Mal besser! Kopf hoch Jungs!RV-OSCH-Otterndorf-2016_005

Auf der Regatta in Otterndorf zu starten, darf man einfach nicht verpassen und ist schon Kult, also hatten sich einige Junioren den Kindern angeschlossen. Die Jugendlichen Fynn Janssen, Tobias Bullwinkel und Youri Steeneck starteten am Samstag gemeinsam als Renngemeinschaft mit Talea Dieken vom Norder RC in der „Inge Küstner“ sowie Tobias und Fynn zusammen im Doppelzweier über 1000m. Am Sonntag stiegen dann nochmal Fynn, Tobias und Kim Steeneck, die leider leicht angeschlagen war, gemeinsam mit Talea in den Vierer um alles auf 500 m zu geben. Mit einer Zeit von 1:47,8 mussten sie sich aber leider geschlagen geben. Fynn konnte mit Talea im Zweier einen 2. Platz auf der gleichen Entfernung erkämpfen. Kim und Tobias starteten ebenfalls im gleichen Rennen, aber in einem anderen Lauf.

Zur Freude der Kinder ließen unsere Trainerin Svenja Thiel und unser Betreuer Youri Steeneck es sich nicht nehmen, nach dem Motto „Dabei sein ist alles“, ein Rennen über 1000m zu fahren. Trotz lauter Anfeuerungssalben unserer Schützlinge mussten sie sich jedoch von Lisa Schneemann mit Partner geschlagen geben. Außerdem traute sich kurzfristig als Überraschung Willi Schneemann für den RV OSCH über diese Strecke an den Start und konnte in seiner Abteilung den 2. Platz errudern. Hut ab! 1000m sind kein Zuckerschlecken!

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Unser besonderer Dank gilt unseren Betreuern Jorge Spalek, Janina Harfst und Youri Steeneck, die mit Ihrer Hilfe den Kindern und uns zur Seite standen sowie den restlichen Jugendlichen, die oft unterstützend mit angefasst haben.

Wir blicken auf ein turbulentes, anstrengendes aber auch sehr erfolgreiches Regattawochenende zurück und freuen uns, über die Früchte unserer Arbeit.

Svenja Thiel, Ilona Büscher und Susanne Steeneck

 

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