Kein Glück in Hannover, tolle Leistungen in Köln

26. Juni 2018 Geschrieben von Trainer. in Aktuelles, Frontpage Blog, Jugendabteilung, Rudern, Rudern & Sport, Rudertechnik

Am vergangenen Wochenende ging mit der Deutschen Jugendmeisterschaft in Köln unsere Saison auf dem Fühlinger See zuende. Benita Razetti hatte sich den langen Weg dorthin hart erarbeitet. Nachdem sie im Frühjahr im Ratzeburger Ruderinternat vorstellig wurde und direkt die Aufmerksamkeit des Internatstrainers erlangte, besuchte sie diverse Regatten zusammen mit dem Team aus Schleswig-Holstein, so auch die Ghent international Spring Regatta in Belgien. Sie erruderte in Lübeck im Doppelzweier den ersten Sieg der Saison und sammelte kurz darauf erste Eindrücke von der ganz großen Ruderwelt, als sie im Trainingslager in München auf der Olympiastrecke von 1972 rudern durfte. Die darauffolgende internationale Regatta in München kommentierte sie schlicht mit den Worten „Wahnsinn. Einfach Wahnsinn!“

Nachdem sie sich durch gute Leistungen auf den DRV-Juniorenregatten in Köln und Hamburg für einen Startplatz auf der Jugendmeisterschaft empfohlen hatte, bestätigte der zuständige Landestrainer in Schleswig-Holstein den Eindruck und gab grünes Licht für das Viererprojekt, dem sich Benita mittlerweile angeschlossen hatte. Eine letzter Test stand zwei Wochen vor dem Zielwettkampf im dänischen Haderslev an, dann ging es erneut los nach Köln. Nachdem das Team aus Schleswig-Holstein im Vorlauf den fünften Platz belegte und somit den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen musste, lief es am Folgetag deutlich besser. Das Team um Schlagfrau Benita belegte den zweiten Platz und sicherte sich somit den Finaleinzug. Nach dem Halbfinale stand fest: Am Sonntag geht es im B-Finale um die Plätze 7 – 12.

Nach einem großartigen Start konnte sich das Boot zunächst im Feld einsortieren, doch schon nach 500 geruderten metern war klar, dass die Konkurrenz ebenfalls rudern kann: Die drei führenden Boote waren eine gute Bootslänge weg, ein weiteres Boot lag einen Luftkasten vor  Schleswig-Holstein. Gleichauf war außerdem noch das Team aus Datteln und Waltrop. Erst nach 1000 Metern kristallisierte sich ein Vorsprung von einer Bootslänge gegenüber dem Team aus dem Ruhrgebiet heraus. Nach einem bissigen Endspurt, in dem das Team alles versuchte, um auch noch an die Berliner Renngemeinschaft heranzufahren, blieb es jedoch beim fünften Platz in ihrem Lauf und somit dem 11. Platz insgesamt. Benita war mit sich zufrieden: „Wir wussten, dass es ein unglaublich hartes Rennen würde. Unser Ziel war es, überhaupt ins Finale einzuziehen, immerhin fünf Boote haben das nicht geschafft. Dass es dann zum 11. Platz gereicht in Deutschland hat, ist toll!“

Wieder kein Glück in Hannover

Nachdem Benita in dieser Saison erstmals im Juniobereich startete, konnte ihre ehemalige Zweierpartnerin Chantal Schröder noch ein Jahr im Kinderbereich antreten. Mit ihrer neuen Zweierpartnerin Stina Asmann hat sie einen tollen Ersatz für Benita gefunden. Die beiden konnten gleich auf der ersten Regatta der Saison in Bremen ein Zeichen setzen und die Langstreckenz eit aus dem letzten Jahr um über eine Minute verbessern. Beflügelt von diesem Erfolg räumten sie auf der Regatta auf dem Werdersee gleich in jedem der folgenden Rennen ab: Im Doppelzweier siegten sie mit überragendem Vorsprung über 700 Meter, im einer wiederholte Stina dieses Kunststück am Sonntag gleich nochmal, während Chantal nicht an den Start ging.

Krankheitsbedingt etwas geschwächt gingen Stina und Chantal in Otterndorf auf die Langstrecke, blieben dort aber etwas hinter den Erwartungen zurück. Dafür konnten sie auch hier das 1000 m Rennen mit viel Abstand gewinnen. Am zweiten Tag wollten sie dann im Vierer zusammen mit Mathilde Kaplan und Luisa Kintrup der Konkurrenz aus der Großstadt zeigen, wie man im beschaulichen Osterholz-Scharmbeck rudert. Die Bremerinnen mussten etwa auf der Streckenhälfte dem Druck der Kleinstädter nachgeben, doch Hamburg wand sich noch. Bis ins Ziel konnten sie ihren Vorsprung halten – mit nicht ganz fairen Mitteln, wie der Schiedsrichter am Ende entschied. Nach gravierenden Bahnverstößen zu Beginn und in entscheidenen Phasen des Rennens erklärte er beide Boote zum Sieger – großer Jubel für die Teufelsmoormetropole! Lukas Weber, im letzten Jahr frisch in die Juniorengruppe gewechselt, sammelte Erfahrungen im leichten Einer der B-Junioren. Außerdem konnten in Otterndorf die beiden Coaches Marlon Kutzsche und Sebastian Bode zusammen mit Tobias Bullwinkel und Tom Puls (Aurich) einen Sieg im Riemenvierer der Männer errudern. Sebastian Bode und Kim Steeneck erreichten im Doppelzweier den dritten Platz.

Mit großen Erwartungen reisten Stina und Chantal dann nach Hannover, wo sie sich durch einen Landesmeistertitel für den Bundeswettbewerb qualifizieren wollten. Mit leichten Startschwierigkeiten auf der Langstrecke belegten sie hier den dritten Platz und blieben hinter den eigenen Erwartungen zurück. Böse Erinnerungen an die vergangene Saison kamen bei Chantal hoch, wo sie zusammen mit Benita das Feld anführte, bis das Rennen aufgrund einer Kollision auf einer anderen Bahn neu gestartet werden musste. Im neuen Anlauf konnten sie ihr Kunststück nicht wiederholen und verpassten so die Qualifikation für den Bundeswettbewerb. Im diesjährigen Wettbewerb wollten Chantal und Stina deshalb alles von Anfang an richtig machen. Heiß wie Frittenfett gingen sie im neuen Boot Günther Buttkus an den Start. Der Startschuss fiel just in dem Moment, als sie auf dem windigen See ihre Fahrrichtung noch korrigieren wollten. Dennoch legten sie nach einem nur „okayen“ ersten Schlag einen beeindruckenden Start hin und setzten sich an die Spitze. Die Mädels aus Celle waren ihnen jedoch dicht auf den Fersen und bei 500 m passierte das Unglück: Ein Krebs bremste das Gespann aus. Sie fingen sich blitzschnell, doch es war passiert: Celle übernahm die Führung und trotzte bis ins Ziel allen Angriffen. Über den Vize-Landesmeistertitel freute sich an diesem Abend niemand mehr, war doch der BW so greifbar nah.

Der Ärger über den Krebs wich nach einer Ansprache von Trainer Johannes Mangold schnell der Zuversicht. „Es war einfach Pech! Die beiden Mädels hätten es verdient, stattdessen erteilt Ihnen der Rudersport so früh eine wichtige Lektion: dass man es verdient, heißt nicht automatisch, dass man es auch bekommt. Man muss hart dafür arbeiten und darf sich von Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Die Mädels haben eine tolle Saison hinter sich und werden bestimmt im nächsten Jahr wieder angreifen – dann noch klüger, noch besser. Ich freue mich jetzt schon wie ein Schnitzel darauf!“

Ein Vizelandesmeister-Titel, ein 11. Platz im ersten B-Jahr

Mit Benitas Erfolg auf der Jugendmeisterschaft geht sie konsequent den Weg weiter, der bereits im Jahr 2011 unter Trainer Andreas Lindenberg begann: Eine Teilnahme an den deutschen Meisterschaften gab es seither in jedem Jahr. „Bereits vor meiner Zeit als Cheftrainer hatten wir Sportler, die es geschafft haben, sich auf der deutschen Meisterschaft zu messen. Die von mir betreuten Jugendlichen gingen dann diesen Weg weiter. Rennrudern geht eben auch auf der beschaulichen Hamme, das dürfte mittlerweile jedem klar sein. Sportler lernen bei uns früh, Hürden sportlich zu nehmen und Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Das hilft ihnen dann später in ihrer Sportlerlaufbahn wie auch im Leben.“

Weiter geht es nach der Sommerpause auf den Regatten in Hamburg und Mölln, wo wir uns schon wieder auf die nächste Saison vorbereiten. 2019 werden dann die Karten neu gemischt. Trainer Johannes Mangold freut sich erstmal auf seine Sommerpause „aber danach geht’s wieder rund, ich bin heiß!“

Generationsübergreifend bei der Teufelsmoorrallye mit der Barke unterwegs

27. Mai 2018 Geschrieben von Susanne Steeneck. in Aktuelles, Alte Herren, Jugendabteilung, Rudern, Rudern & Sport, Teufelsmoorrallye, Veranstaltungen, Wanderrudern

Es ist schon lange her, dass die Barke auf der Hamme gesichtet wurde. Wie einige seltene Tiere, die ins Naturschutzgebiet zurückkehren, wurde auch die Barke mit Ihren 8 Ruderern und 4 zusätzlichen Passagieren interessiert während der Teufelsmoorrallye am 29.04.2018 beobachtet und bestaunt.

Langsamer als andere Ruderboote, aber durchaus elegant, gleitet die Barke über das Wasser. Die Ruderer im Alter von 12 bis 75 ziehen gleichmäßig an den Riemen und plauschen dabei heiter miteinander. Auf dem Steuerplatz sitzen nehmen dem Steuermann noch 2 Passagiere sowie noch eine Person als Galionsfigur im Buck platzfindet. Alle genießen das gute Wetter und die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf dem Deich, auf Brücken und in anderen Booten auf dem Wasser. Es wäre als schien die Sonne nur für uns, als zwitschernden die Vögel uns ein Ständchen und die Bäume schickten uns ihre frischen Blätter als Gruß. So muss sich die Queen fühlen, wenn sie über die Themse gerudert wird.

Gestartet beim eigenem Bootshaus, ging es so vorbei an Melchers Hütte, für eine kleine Pause war in Neu Helgoland Zeit, um dann zum Ziel, die Teufelsmoorschleuse, weiter zu rudern. Beim Gasthaus Schamaika wurde zu Mittag gegessen, damit mit neuer Energie die Heimfahrt gemeistert werden konnte. Am Ende brachten wir für den RV OSCH 276 km mit nach Hause.

Wir hatten alle gemeinsam einen tollen Tag, an dem Jung und Alt näher zusammenrückten, voneinander lernten, sich gemeinsam unterstützten, etwas Neues ausprobierten, interessante Gespräche führten und jede Menge Spaß hatten. So müsste es viel öfters sein.

Vielen Dank an die Mitglieder des Barken-Vereins für die kostenlose Überlassung der Barke und den „Alten Herren“ sowie einige andere Mitglieder des RV OSCH, die uns beim Transport unterstützt haben.

Im Namen der Kindergruppe

Susanne Steeneck

Lehrwanderfahrt für Frauen

20. April 2018 Geschrieben von Karola Janssen. in Aktuelles, Rudern, Rudern & Sport, Veranstaltungen

Liebe Ruderinnen,

vom 08.-10.06.2018 findet in Verden eine Lehrwanderfahrt für Frauen vom LRVN statt. Siehe Ausschreibung!

Ich habe momentan dafür noch zwei Plätze zu vergeben.

Wer mitfahren möchte, kann sich bei mir bis zum 02. Mai anmelden. Die Meldefrist ist bis zum 17. Mai. Da ich aber bis zum 15. Mai im Urlaub bin möchte ich vorher alles geregelt haben.

Diese Wanderfahrt ist wirklich sehr lehrreich, macht viel Spass und man lernt nette Leute kennen.

Ich kann sie nur empfehlen und freu mich schon darauf.

Mit rudersportlichen Grüßen

Eure Karola

Download der Ausschreibung als PDF

Verkauf eines Loewe C-Gig Dreier ohne Steuermann

19. April 2018 Geschrieben von Youri Steeneck. in Aktuelles, Neues aus der Werkstatt

Bootstyp: C-Gig Dreier ohne Steuermann
Werft: Loewe
Baujahr: 1992
Ausleger: Edelstahl
Steuerung: Fußsteuer
Auftriebskörper: Luftkästen in Bug und Heck

Das Boot wurde in 2017 im Rahmen unserer Bootswartung neu lackiert. In den letzten Jahren wurden zudem einige Spanten verstärkt.

Bei Fragen oder Interesse zögern Sie nicht unseren Bootswart zu kontaktieren.

Bootswart Jens Steeneck
bootswart@rv-osch.de
Tel. 04793/8827