Herbsttour auf der Hamme

22. Oktober 2017 Geschrieben von admin. in Aktuelles, Fitness- und Freizeitrudern, Rudern, Rudern & Sport

Die Abendsonne stand bereits tief im Westen, als wir die „Jochen Schink“ aufs Wasser ließen. Jede Minute dieses frühherbstlichen, milden Septemberabends war uns zu kostbar, um sie am Steg zu vertrödeln. Deshalb verloren wir an diesem Abend beim Einlegen der Skulls und des hölzernen Schwerts keine Zeit. Die Damen-Mannschaft unseres Doppelvierers für die bevorstehende Hamburg-Regatta stand erwartungsfroh am Steg. Als unsere Trainerin Brigitte das Kommando zum Einsteigen gegeben hatte, ging es los. Jenny, unsere große blonde Schlagfrau, die vor dem Steuerplatz im Heck saß, legte los. Katrin, ich und Christine folgten in Bruchteilen von Sekunden. Wir ruderten unter der Autobrücke hindurch. Das Clubhaus verschwand ebenso aus meinen Augen wie die Erlebnisse dieses chaotischen Dienstags.

Nachdem wir während eines kurzen Halts auf dem Wasser unsere Stemmbrett-Positionen und Dollenhöhen eingestellt hatten, konnte das Training beginnen. Unser Ziel war es, den absoluten Gleichklang aller Schlagabläufe zu finden. Eine schwierige Aufgabe, die jede Mühe wert war! Wir hatten unser Ziel fest im
Blick: Ein gleitender Vortrieb, der nicht durch Ruckelbewegungen oder eine schiefe Wasserlage gestört werden sollte! Daran würde die gesamte Mannschaft auf den folgenden fünfzehn Kilometern arbeiten. Ich hatte längst gelernt, dass Technik und Gleichklang unter einem zu zackigen Losrudern am Anfang der Einheit leiden kann. Unsere Trainerin würde uns deshalb zunächst nur auf halber Rollbahn rudern lassen. „In die Rücklage!“, rief Brigitte vom Steuerplatz. Wir starteten aus der Position des Endzugs mit unseren ins Wasser gesteckten Blättern. Jede einzelne Athletin registrierte dabei ihre persönliche Arbeitshöhe im Boot. Die Konzentration auf den ersten gemeinsamen Start des Abends wurde greifbar. „Und los!“ Mit Druck auf den Innenhebeln hob unsere Schlagfrau die Skulls aus dem Wasser und führte sie in einer fließenden Bewegung nach hinten. Katrin, Christine und ich taten gleichzeitig dasselbe. Die „Schink“ nahm langsam an Fahrt auf. Wir verlängerten den Wasserweg unserer Skulls Stück für Stück über eine dreiviertel Rollbahn bis zur gesamten Rollbahnlänge und feilten unaufhaltsam am Gleichklang unserer Bewegungen. Das Boot wurde schneller und unsere Bewegungen immer harmonischer und fließender.

Die schräg stehende Sonne funkelte auf dem Wasser. Ich musste blinzeln, so sehr trafen ihre goldenen Strahlen meine Augen. Sofort wurden meine Erinnerungen an heiße Sommertage wieder wach, die ich so sehr liebe. Vom Sommer Abschied zu nehmen, ist für mich jedes Mal so schwer, als müsste ich mich viel zu lange Zeit von einem geliebten Menschen trennen. Allein die ersten Zeichen des Herbstes versetzen mir an manchen Tagen einen Stich. Doch an diesem Abend genoss ich einfach das strahlende Licht dieses Sonnenuntergangs auf der Hamme. Ich bin mir sicher, dass es meiner Mannschaft ebenso ging. Schließlich waren wir weit mehr als vier einzelne Frauen in diesem Doppelvierer – wir waren eine Einheit – im absoluten Gleichklang unserer Arme, Beine, Schultern, Köpfe und Hände. Warum sollte das Empfinden in solchen Momenten auch grundverschieden sein, wenn man dieser rudersportlichen Logik folgt?

Das Wasser war so glatt wie ein dunkles Seidentuch. Das Boot schnitt hindurch und hinterließ hinter dem Heck eine geteilte Wasserschneise, die sich später – als wir längst außer Sichtweite sein würden wieder zu einer ruhigen, ganzen Fläche zusammenziehen würde. Auf Steuerbord und Backbord zirkulierten die Abdruckstellen unserer Blätter. An ihnen konnte ich gut die Energie erahnen, die wir im Zusammenspiel unserer Körpermuskulatur produziert hatten und die das Boot mit jedem Ruderschlag nach vorne schnellen ließ. Auf den Durchzug folgte die Gleitphase: Das Wichtigste und Schwerste zugleich ist die hintere Schlagumkehr, durch die unsere Hände nach dem Endzug zügig Richtung Heck zu den Knien geführt werden müssen, bevor wir sanft und im perfekten Gleichklang zum Setzen des nächsten Schlages anrollen dürfen. Keine Pause und kein Kippeln solle die Balance unseres Bootes stören. Alle Konzentration liegt auf dem linearen Gleiten.

Auf Backbord schnatterte eine Ente und setzte zum Wasserstart an. Ihr Schnattern klang verärgert. Wahrscheinlich hatte sie nicht mit der Geschwindigkeit unseres herannahenden Bootes gerechnet. Wir durchfuhren die Fußgängerbrücke hinter „Melchers Hütte“. Dort entdeckte ich am linken Schilfgürtel einen majestätischen Silberreiher, der anscheinend auf der Suche nach einem schmackhaften Abendessen war. Ich verkniff es mir an diesem Tag, die Mannschaft auf das Tier aufmerksam zu machen. Denn ich wusste: Selbst das Drehen meines Kopfes konnte die Harmonie des Bootes stören. Außerdem sollte meine
Trainerin nicht auf die Idee kommen, ich könnte nicht ganz bei der Sache sein. Dabei funktioniert konzentriertes Rudern und gelegentliches Beobachten der Naturschönheit bei mir auch parallel recht gut. Es wechseln Zeiten, in denen ich die Umgebung registriere, mit solchen, in denen ich mich ganz und gar auf das Geschehen im Boot begrenze: Dann nehme ich nichts außer dem Ruderer vor mir wahr – das Aufdrehen und Setzen seiner Blätter, sein Abstoßen vom Stemmbrett sowie den Durchzug und die anschließende runde Bewegung der Hände bei der Schlagumkehr. Manchmal verstreichen Kilometer, auf denen ich dermaßen mit dem Rudern und „Einswerden“ meiner Mannschaft beschäftigt bin, dass ich mich darüber wundere, wenn urplötzlich ein bestimmtes Stromkilometerschild auftaucht.

Jetzt folgte der lange, gerade Streckenabschnitt bis zur Eisenbahnbrücke, über die der Moorexpress manchmal fährt. Dieser Teil der Hamme ist besonders breit: Der ideale Austragungsort unserer ersten Intervallstrecke. Jenny erhöhte die Schlagzahl auf sportliche 22 bis 24 Schläge pro Minute, denen wir bis zum Erreichen der Brücke mit ganzem Einsatz folgten. Das Klackern der Dollen wurde lauter, genau wie das Geräusch der Blades während des Durchziehens. Ab und zu spritzte Wasser auf uns traf mich am Körper oder im Gesicht. Kein Wunder bei unserem Krafteinsatz! Der Lohn dafür war die Beschleunigung. Wir arbeiteten intensiv am Endzug und Einsatz unserer Beinkraft am Stemmbrett. „Gut macht ihr das“, lobte uns Brigitte. Sie ist eine Frau mit reichlich Trainer- und Regatta-Erfahrung. Eine, die auf eigene Lorbeeren aus dem Profisport vergangener Jahrzehnte zurückblicken kann, ohne das jemals heraushängen zu lassen. Eine Ruderexpertin mit wachen Augen für Fehler oder Asynchronizitäten und sehr präzisen Kommandos, denen wir gerne folgen.

Die „Jochen Schink“ glitt weiter in Richtung der Teufelsmoorbrücke. Hier wird der Fluss wieder schmaler und kurviger. Wir reduzierten unseren Krafteinsatz und konzentrierten uns wieder auf die Verbesserung unserer Technik beim Aufdrehen und Setzen der Blätter. Es war absolut windstill und der Schweißfilm auf unserer Haut nahm sichtbar zu. Gut, dass die Plagegeister von Mücken bereits verschwunden sind, dachte ich zufrieden und registrierte auf Steuerbord die Reihe der letzten kleinen Motorboote, die an der Mole des Campingplatzes lagen. Bald würden auch sie verschwunden sein – genau wie das milde Wetter, das uns an diesem Tag noch in kurzer Kleidung rudern ließ. Ich mag die tuckernden, stinkenden Kleinboote nicht besonders. Doch ihre Rückkehr würde im nächsten Jahr die Sommersaison wieder einläuten. Darauf freute ich mich bereits an diesem Abend.

Hinter der engen Durchfahrt der Teufelsmoorbrücke, die wir mit angewinkelten Skulls passierten, folgte ein weiterer gerader Flussabschnitt, der bereits für das Zeitfahren über die Länge von einem Kilometer vorgemerkt war. Wir hörten Brigittes Kommando zum Start. Nach drei Schlägen, die wir zum Anschieben des Bootes nutzten, zog unsere Schlagfrau das Tempo an. Die „Jochen Schink“ schoss vor und überquerte die imaginäre Ziellinie nach vier Minuten und fünfzig Sekunden. Wir befanden uns am Stromkilometer 13,5 – dem Wendepunkt unserer Tour. Im Westen zog ein Schwarm Kraniche über die verträumte Moorlandschaft. Ihr trompetendes Rufen und ihre V-förmige Formation zog uns in ihren Bann. Was für ein Glück, dass wir gerade hier eine Pause machen konnten. Sieben schräg vor uns vorbeifliegende Schwäne sorgten für das nächste Naturschauspiel: Es war das Schwanenpaar mit den fünf grauen Jungschwänen, die wir in diesem Sommer auf der Hamme hatten aufwachsen sehen. Mir fiel spontan das Märchen „Die sieben Schwäne“ von Ludwig Bechstein ein. „Wende über Backbord“, leitete Brigitte die zweite Halbzeit ein und bereitete meinen märchenhaften Gedanken ein Ende. Die Stille nach dem Wenden wurde von allen dankbar zum Trinken und Ausruhen genutzt. Wenige Minuten später nahmen wir wieder Fahrt auf, um einen Kilometer später anzuhalten und unsere Steuerfrau Brigitte gegen Katrin auszutauschen. Der Wechsel der Positionen erfolgte auf dem Wasser. Ein Spaß, den ich gemeinsam mit Christine, die hinter mir im Bug saß, verfolgen durfte: Das Wandern auf der dünnen Bordwand ließ die „Schink“ wanken und schwanken, was mir jedoch nicht das Geringste ausmachte, weil ich quasi auf dem Segelboot groß geworden bin, wo Kippelbewegungen – je nach Seegang – dazu gehörten. Nachdem die drahtige Katrin erfolgreich über Jenny geklettert war und auf dem Steuersitz Platz genommen hatte, machte sich Brigitte auf den Weg zum Ruderplatz drei und setzte sich auf den Rollsitz vor mir.

Noch nie zuvor hatte ich im Mannschaftsboot hinter unserer Trainerin gesessen. Mal gucken, was ich mir bei ihr abschauen kann, dachte ich und wartete entspannt, bis das Kommando zur Weiterfahrt ertönte. Inzwischen war die Sonne ganz untergegangen. Im Westen des Flusses verebbte langsam das letzte magisch schimmernde Licht in Farbschattierungen von Pink bis Dunkelorange, das jetzt Stück für Stück dem grauen Abendhimmel wich. Im Osten war der Mond längst aufgegangen – eine kupfergoldene, dickbäuchige Sichel. Bunte Blätter in Rotund Gelbnuancen schwammen auf dem schwarzgrauen Wasser und verliehen den Bäumen am Ufer schimmernde Glanzlichter. Der Herbst war angekommen.

Auf das Kommando „Alles vorwärts … und los!“, starteten wir die letzte Etappe unseres Rückwegs. Die neue Damenmannschaft mit Brigitte auf Ruderplatz drei legte los. Konzentriert und aufmerksam arbeiteten wir am Gleichklang unserer Bewegungen, der das Mannschaftsrudern so faszinierend macht. Kurz darauf gelang es uns bereits, im perfekten Rhythmus unserer Körper und Bewegungen zu rudern. Ein weiteres gerades Teilstück des Flusses lag vor uns – die Startbahn für unser nächstes Intervall. Unsere Schlagfrau zog unsere Mannschaft auf eine Schlagzahl von 24. Die „Schink“ glitt rasant über das dunkle Wasser. Um uns war es ganz still. Nur das Klackern der Dollen, das Geräusch der Blätter beim Durchzug und unser rhythmisches Atmen waren zu hören. Das Rudern in der Abenddämmerung hatte etwas Magisches, Konzentriertes und Kontemplatives. Nach unserem Spurt drosselten wir das Tempo und ließen unseren Atem wieder zur Ruhe finden. Ich entdeckte die zweite Schwanenfamilie dieses Sommers, die gerade ihren Abendausflug machte. Eine Familie mit drei Jungen. Sie zogen elegant und vollkommen lautlos an den Seerosenblättern vorbei. Ganz so, als würde der Wasserwiderstand ihnen nicht die geringste Mühe abverlangen. Im Gegensatz zu uns – allerdings kann es die Verdrängung eines Schwans auch nicht im Geringsten mit der eines Doppelvierers aufnehmen.

Die Konturen der Uferböschung waren fast schwarz, als wir unseren letzten Sprint absolviert hatten und am Pumpenhaus auf Steuerbord vorbeizogen. Nach fast fünfzehn Kilometern waren unsere Muskeln müde und unsere Konzentration erschöpft. Mein Geist hingegen war hellwach. Ich fühlte mich trotz aller Anstrengungen der letzten rund anderthalb Stunden erfrischt. Als wir am Steg anlegten, war es beinahe vollständig dunkel geworden. Nur in der Kurve, im äußersten Westen, hinter Tietjens Hütte, waren noch letzte orange-rote Fetzen des schwindenden Abendlichts erkennbar. Wahrscheinlich war dies die letzte Abendfahrt bei mildem Herbstwetter, die ich vor meinem Urlaub erleben durfte. Ich freute mich bereits auf die Regatta im November. Meine allererste, seitdem ich vor anderthalb Jahren mit dem Rudern begonnen hatte. Bis dahin würden wir noch viele Male gemeinsam trainieren. Ganz gleich, wie das Herbstwetter auch ausfallen würde: Wir würden durch bleigrauen Nebel, stürmischen Wind und Regen oder ruhiges, von der Sonne beschienenes Fahrwasser rudern. Wir würden weiter an unserer Rudertechnik arbeiten und an Kondition und Schnelligkeit gewinnen. Keine Anstrengung würde zu groß sein, um am vierten November auf der Alster zeigen zu können, was als Mannschaft in uns steckt!

 

Wiebke Gloe-Carstensen

Kinderwanderfahrt in Barßel

22. Oktober 2017 Geschrieben von Susanne Steeneck. in Aktuelles, Jugendabteilung, Rudern, Rudern & Sport, Wanderrudern

01. bis 03. September 2017

Baustelle erforderte Routenänderung und brachte viele Kilometer gegen den Strom

Spiele ohne Grenzen

Nachdem alle Teilnehmer pünktlich am Bootshaus des RV OSCH eingetroffen und die Gepäckstücke verstaut waren, ging es mit 11 Kindern und 4 Trainern und Betreuern am Freitag, den 01.09.2017 Richtung Barßel. Dort erwartete uns Bernd Preut und machte uns mit dem Bootshaus und dem Material vertraut und gab uns Tipps zum Ruderrevier. Wir nahmen die „Barßeler Ruderfestung“ ein und gönnten uns erstmal ein ausgiebiges Abendbrot, denn es waren noch einige Wettkämpfe auf dem Sportplatz neben an geplant. Dort hatten wir Trainer und Betreuer nicht nur körperliche, sondern auch geistige Herausforderungen für die Kinder parat. Zwei Mannschaften wurden gebildet und mussten gegeneinander, z.B. bei den Klassikern Eierlaufen, Tauspringen und Sackhüpfen, antreten. Des Weiteren gab es Schätzfragen aus alle möglichen Wissensbereichen zu beantworten, einen Staffellauf zu absolvieren, eine Strecke auf 2 Teppichfliesen zu überqueren und ein Pferd mit Reiter-Rennen. Es gab viel zu lachen, jede Menge Spaß und deshalb am Ende nur Gewinner. Bevor alle auf die Luftmatratze fielen, durften zum Abschluss des Abends natürlich einige Runden „Werwolf“ nicht fehlen.

 

Motorboot war die Rettung

Samstagmorgen wurde der Tag früh begonnen und schnell ein Frühstück eingenommen. Genug Proviant in die Taschen gepackt, denn für diesen Tag hatten wir uns vorgenommen „Rund Ammerland“ mit einer Länge von 24km zu rudern. Da die Truppe zur Hälfte aus „Ruderfrischlingen“ bestand, also Kinder die erst ab Juni dieses Jahres dabei sind, war dies schon eine ordentliche Herausforderung und Tagestour. Die Bootseinteilung wurde gut überlegt und dann ging es ab in die Boote und an die Skulls. Wir ruderten von der Soeste in das Barßeler Tief wo wir dann nach 5,5 km unsere erste Pause am Steg Dreyschlot machten, da erste Sportler bereits an unbändigem Hunger litten und andere bereits ihr Sitzfleisch merkten. Dort wurde reichlich gepicknickt und natürlich ein bisschen gespielt, damit die Muskeln sich lockern konnten.

Weiter ging es dann über die Jümme in das Aper Tief. Wo wir dann mit Schrecken feststellen mussten, dass bei Detern auf Grund einer neu eingerichteten Baustelle die Durchfahrt gesperrt war. Ein riesiger Stahlträger war quer über das Wasser gelegt und machte auch für Ruderboote die Weiterfahrt undenkbar. Ebenfalls gab es keine Stelle zum Umtragen. Also wendeten wir und fuhren zurück zur Jümme um dieser bis zum Campingplatz am Jümmesee zu folgen. Dort ist ein großer Spielplatz auf dem sich die Kinder dann vor der Rückfahrt nochmal so richtig entspannen und stärken konnten.
Inzwischen machte uns Trainern aber die Tide sorgen, da wir durch die Routenänderung nun noch 12 km gegen die immer stärker werdende Strömung zu rudern hatten und einige Kinder verständlicher Weise noch etwas Kraft und Ausdauer fehlten. Was tun, damit alle gut zum Ausgangpunkt zurückkommen? Nach reichlicher Überlegung nahmen wir dann gerne das freundliche Angebot eines Motorbootfahrers mit seinen 2 kleinen Söhnen, ein Ruderboot bis zum Barßeler Hafen zurück zu schleppen, an. Das Boot wurde mit den kleinsten Sportlern, einer gehandicapten Betreuerin und Youri als Trainer besetzt, damit dieser im Notfall noch Fahrdienst mit dem Bus machen konnte.

Das zweite Boot wurde mit Svenja und einer Truppe besetzt, die regelmäßig den Steuermann wechseln wollten. Im dritten Boot saßen Susanne und 3 erfahrene Jungs, die sich zutrauten, die Reststrecke komplett durch zu rudern, da der Steuermann auch zu unseren kleinsten Mitgliedern zählt. Nun hieß es Zähne zusammenbeißen und alle Kräfte mobilisieren. Leider fiel dann nach einigen Kilometern Svenja auch noch aus, so dass sie das Steuer übernehmen musste. Zum Glück kam der Motorbootfahrer netterweise noch einmal wieder, um nach uns zu schauen und nahm somit auch das zweite Boot an den Harken. Ganz herzlichen Dank für diese Hilfe!

Die letzte Mannschaft machte noch eine kurze Pause am Steg Dreyschlot. Mit guter Laune ging es nun an die Schlussetappe. Ein ruhiger langer Schlag und gleichzeitiges Einsetzen brachte das Boot zum Laufen und machte diese Fahrt zu einem harmonischen Ruder- und Naturerlebnis. Am Barßeler Hafen winkten wir dann der Familie mit dem Motorboot zu, die gerade dabei waren Ihren „Schlepper“ zu verladen. Zurück am Barßeler Ruderverein fasten alle schnell mit an um auch das Schlusslicht wieder in den Stall zu befördern und dann gab es endlich Spaghetti Bolognese bis zum Platzen. Guten Appetit! Kaum hatten die RV OSCH-Kids die Bäuche voll, kam die Energie zurück und der Fußballplatz wurde erobert und wie kann es anders sein, als es dunkel war wurde wieder traditionell Werwolf gespielt.

 

Beine schwarz wie die Nacht

In der Nacht gut erholt, ging es Sonntag gleich wieder nach dem Frühstück in neuer Mannschaftszusammenstellung auf Wasser. Diesmal ging es von der Soeste ins Nordloher Tief und weiter im Godensholter Tief. Da Niedrigwasser war musste wir besonders auf die Fahrrinne achten und konnten viele urige Dinge im Uferbereich erkennen, außerdem riecht die Natur dann nochmal ganz anders.

Am Wendepunkt angelangt, kam die Überlegung am flachen Ufer mit kurzen Schlickbänken anzulegen, um auf dem Deich eine Pause zu machen. Lucas testete erst vorsichtig mit dem Pickharken nach dem Boden, bevor er sich ins flache Wasser traute. Dort konnte er problemlos auf festen Untergrund stehen. Nun folgten ihm auch noch ein paar andere Kinder in den Fluss. Als dann aber die ersten Schritte auf die Schlickbank gesetzt wurden, gab der Untergrund nach und die Beine versanken komplett im Schlick. Um kein Risiko einzugehen, wurden die mutigen Ruderer von den Trainern zurückgerufen. Der gröbste Dreck wurde im Wasser abgespült, jedoch sahen die Boote anschließend trotzdem wie Sodom und Gomorra aus und brauchten nach der Rückkunft eine gründliche Reinigung. Die Zeit im Wasser wurde genossen und alle hatten mal wieder ihren Spaß! Wir ruderten also wieder ein Stück zurück um dann an einem Steg anzulegen und eine ausgiebige Pause zu machen. Ratzfatz waren alle Vorräte vertilgt. Frische Luft und Sport machen halt hungrig. Zurück am Bootshaus konnten wir dann weitere 14km auf unser Fahrtenkonto verschreiben. Wir nahmen uns dann das geliehene Material gründlich vor und waren ca. eine Stunde mit putzen beschäftigt. In der Zwischenzeit wurden aber die Pfannkuchen und der Heidelbeerquark zum Mittagessen schon mal vorbereitet, so dass dann alle gemeinsam gemütlich schmausen konnten. Anschließend hieß es nochmal die Ärmel hochzukrempeln um die Küche und das Bootshaus klar zu machen und alles wieder zu verladen. Nach getaner Arbeit gab es dann den Abschlusskreis, wo jeder sagen konnte was er gut und blöd gefunden hat und was man auf jeden Fall wiederholen sollte. Es stellte sich raus, dass es allen gut gefallen hatte, aber die Zeit einfach viel zu schnell vergangen war. Vielleicht fahren wir beim nächsten Mal ein paar Tage länger.

Hochzeit

26. September 2017 Geschrieben von Susanne Steeneck. in Aktuelles, Jugendabteilung

Ruderer Brautpaar Ines und Stefan Kaden freuten sich über ein romantisches Spalier der RV OSCH-Kids auf ihrer Hochzeit!

 

 

Reparatur der Moorhexe, Umlagerung von Booten und vieles mehr

21. September 2017 Geschrieben von Youri Steeneck. in Aktuelles, Neues aus der Werkstatt

Reparatur der Moorhexe

Leider hatte sich im Laufe der Zeit bei der Moorhexe (1x) ein alter Flicken in Form eines Kreisausschnittes wieder gelöst. Dank Bootswart Jens, unterstützt durch Karl-Heinz konnte dieser nun behoben werden. Mithilfe von Epoxidharz und Füllstoff wurde der Kreisausschnitt wieder festverklebt, anschleißend verspachtelt und neu lackiert.

Umlagerung von Booten

Die Moorteufel (C-Gig 2x) wird zukünftig auf dem roten Wagen in der Gigboothalle gelagert, damit diese auch zu zweit ohne Unterstützung sicher ins Wasser und aus dem Wasser herausgebracht werden kann.

Bitte vergesst nicht den Moorteufel wieder in die Halle zu schieben, sobald das letzte Boot aus der Halle zurück ist.

Hierdurch ergibt sich zudem die Möglichkeit die Hükelüüt (C-Gig 2x+) nun auch ein Lager tiefer zu lagern, was das Boot für alle Altersgruppen deutlich besser zugänglich macht.

Reparatur von zahlreichen Skulls

In den letzten Wochen mussten leider auch zahlreiche Skulls (vor allem Big Blades) repariert werden, da viele Blätter Abblätterungen und Kerben aufwiesen oder sogar die Blattschutzkanten abgebrochen waren. Die beschädigten Skulls wurden mit Spachtelmasse ausgebessert und neu lackiert. Viele dieser Beschädigungen wären vermeidbar, durch vorsichtigeren Umgang beim Anlegen und Weghängen (z.B. nicht über den Steg schraben). Vielen Dank für die schnelle Reparatur der Skulls an Karl-Heinz. Falls euch Beschädigungen an Skulls oder Riemen auffallen schreibt bitte eine Nachricht an den Bootswart (In efa einfach auf „Nachricht an Admin“ klicken und dann bei „An:“ Bootswart auswählen oder von zu Hause per E-Mail an bootswart@rv-osch.de).