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Zwei Siege auf dem Werdersee, zwei Sportler auf DM Kurs

30. Mai 2016 Geschrieben von Trainer. in Aktuelles, Jugendabteilung

Regatta Bremen und Regatta Köln

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Am Wochenende 06. – 08. Mai fand auf dem Bremer Werdersee die 109. Große Bremer Ruderregatta statt. Der RV OSCH war mit 6 Sportlern vertreten.
Mika Waldmann (16) konnte in vier Rennen zwei Siege im Leichtgewichts Junior B Einer errudern. Der Sportler, der seit 2014 in der Juniorengruppe trainiert, konnte erstmals in seiner Laufbahn seinen Bugball vor der Konkurrenz über die Ziellinie schieben und belohnte sich damit für die harte Arbeit im Winter. Am Ende des Wochenendes sprach Trainer Johannes Mangold die Nominierung für die Juniorenregatta in Köln aus.

Mika hat schon im Trainingslager und in der Vorbereitung eine gute Figur gemacht. Die beiden Siege bestätigten den Eindruck nur noch.

Sebastian Bode, 17, ging mit seinem Partner vom Bremer Ruderverein von 1882, Joscha Knobloch (18) im leichten Junior Zweier ohne Steuermann der Altersklasse A an den Start. Sie konnten zwar keine vorderen Platzierungen belegen, zeigten aber dafür über das ganze Wochenende eine konsequente Steigerung. Auch für Sebastian hieß es am Ende: Nominierung für die Regatta in Köln.

_MG_8666_1Fynn Janssen (18), ebenfalls leichter Junior A, sammelte am Wochenende in erster Linie Erfahrung. Er schnupperte erstmals in die höhere Altersklasse (SM B) hinein und konnte in der Startphase erstaunlich gut mithalten, hatte dann dem Druck der teilweise vier Jahre älteren Sportler aber nicht mehr viel entgegenzusetzen.

Mika Baeker (15) bestritt seine erste Rennen im Junior Alter auf dem Werdersee. Zwar konnte er in der Konkurrenz der Leichten Junior B Einer keinen der vorderen Plätze belegen, kam aber gut über die Strecke und weckte große Hoffnungen für die Saison 2017.

Chantal Schröder (12) und Benita Razetti (13), die normalerweise in der Kindergruppe trainieren, hatten sich durch konstante Leistungen und viel Engagement die Teilnahme an der Regatta erarbeitet. Sie starteten im Doppelzweier der 12/13 Jährigen über eine distanz von 2.500 Metern. Trainerin Svenja Thiel nutzte den Einsatz der Sportlerinnen auf der Regatta, um Schwächen zu analysieren und Potenziale aufzuzeigen. Die Sportlerinnen konnten in der harten Konkurrenz wenig ausrichten, nahmen aber dafür umso mehr mit nach Hause ins Training. Zwei  Wochen später sollten sie in Otterndorf die Qualifikation zum Bundeswettbewerb errudern.

Erfahrungen aus Köln sind immer gute Erfahrungen

Nach zwei intensiven Wochen der Vorbereitung ging es für Mika Waldmann und Sebastian Bode auf große Fahrt. Nach sechs Stunden Fahrt im Bus, vollgestopft mit Material, Fahrrädern und Bootshänger hinten dran hieß es am Freitag Abend noch, den Fühlender See in Köln kennenzulernen, bevor es ins Hotel ging.
Nach einer kurzen Nacht ging es morgens noch zum Training raus, bevor die ersten Rennen auf dem Plan standen.

Um sich optimal aufs Rennen einstellen zu können, müssen die Sportler Rudersport im Kopf haben, und zwar das ganze Wochenende. Wir gehen morgens und Abends zusätzlich aufs Wasser, damit sie keine Zeit für Ablenkungen haben. Natürlich hauen wir in den Einheiten nicht voll drauf.

_MG_9063_1Im ersten Rennen des Vereins an diesem Wochenende ging Mika Waldmann über die für B-Junioren übliche 1500m Distanz. Nach einem guten Start verlor er den Anschluss an die Spitze und erreichte als Vierter das Ziel. Das bedeutete einen Start im Vierten Finale am Sonntag.

Er hat in der Nachstartphase viel liegen lassen. Zwei der Gegner wären vielleicht schlagbar gewesen, wenn er am Anfang angriffslustiger gewesen wäre.

Am Sonntag bekam Mika die Chance, seine Vortagesleistung zu steigern. Er nahm sich die Worte vom Trainer zu Herzen und war am Start deutlich bissiger. Ein früher Spurt kurz nach dem Start brachte ihn auf Position drei, die er, trotz mehrerer abgewehrter Angriffe der Konkurrenz ins Ziel retten konnte.

Am Nachmittag sprang er als Ersatzmann in einem reinen Hannoveraner Projekt ein. Ohne mit den Jungs trainiert zu haben, fand er sich schon nach kurzer Zeit ins Team ein und belegte im leichten Doppelvierer der Altersklasse B wiederum den dritten Rang.

_MG_9142_3Sebastian Bode ging diesmal im Einer an den Start. Im ersten Rennen am Samstag zeigte sich, dass er in dieser Saison noch keine Skulls angefasst hat – der Zweier ohne ist ein Riemenboot, das heißt jeder Ruderer bewegt nur einen Riemen. Schon am Start verlor er den Anschluss ans Feld und kam schließlich als letzter ins Ziel. Auch hier lautete die Anweisung des Trainers: Mehr Kampf in der Startphase – auch wenn das mehr Anstrengung und ein schmerzhaftes Brennen in den Beinen bedeutet.

Auch Sebastian steigerte seine Leistung zum Vortag und legte einige Entschlossenheit an den Tag, sein Ergebnis vom Vortag zu verbessern. Bis zur 1000m Marke kämpfte er bis aufs Blut mit seinem Gegner aus Bonn, musste ihm dann jedoch den Vortritt gewähren.

Beide Sportler konnten sich durch individuelle Steigerung eine Teilnahme an der Juniorenregatta in Hamburg (04.-06. Juni, Wasserpark Dove-Elbe, Hamburg-Allermöhe) erarbeiten.

Die Jungs brennen fürs Rudern und  geben wirklich alles an so einem Wochenende – das wird von mir belohnt. Die starken Fortschritte, die die beiden hier gemacht haben, zeigen, dass die Kommunikation zwischen Trainer und Sportler funktioniert.

Die Regatta Hamburg ist das letzte Aufeinandertreffen aller Sportler aus dem Bundesgebiet vor der Deutschen Jugendmeisterschaft (23. – 26. Juni auf dem Baldeneysee in Essen). Nach diesem Wochenende wird der Trainer die DM-Nominierungen aussprechen.

Rudern für den guten Zweck

12. November 2015 Geschrieben von Trainer. in Aktuelles, Jugendabteilung

3078 Kilometer in 24 Stunden – ein Grund. Unter diesem Motto findet am 14 November „Row2Syria“ statt. Hierbei handelt es sich um eine Veranstaltung der Jacobs University Bremen, die dazu aufgerufen hat, mit vereinten Kräften die Entfernung von Bremen nach Damaskus zu rudern. Ziel ist es Spenden zu sammeln und ein größeres Bewusstsein für das Schicksal der Flüchtlinge zu schaffen.

Mitglieder der Juniorengruppe des RV OSCHs werden dieses Event unterstützen indem sie daran teilnehmen. Zwei Mal setzt sich die fünfköpfige Gruppe für jeweils eine Stunde auf die Ergometer und das trotz ungewöhnlicher Startzeiten: Samstag um Mitternacht und Sonntag um 11 Uhr.

Das Ganze wird über einen Livestream auf www.row2syria.com übertragen werden. Nähere Informationen findet ihr ebenfalls auf der Website.

Der RV OSCH ist im schnellsten Achter Niedersachsens vertreten!

7. August 2015 Geschrieben von Trainer. in Aktuelles

Am Wochenende 18./19. Juli fand in Salzgitter die niedersächsische Landesmeisterschaft mit Osterholzer Beteiligung statt. Gestartet wurde über die Distanzen 400 und 1000 Meter. Tobias Bullwinkel vertrat den RV OSCH auf dem Salzgittersee.

Im Junior B Achter Siegte die Mannschaft vom Stützpunkt Oldenburg über die Sprintdistanz vor der Auswahl aus Celle mit knapp einer Sekunde Vorsprung und darf sich nun Landesmeister im Junior-B Achter nennen.
Cornelis Canenbley (00) Aiko Bockelmann (99) Titus Lensch (99) Tobias Bullwinkel (99) Claas Buurmann (99) Focko Kleingarn (99) Maximilian Dause (99) Malte Siemers (99) und Steuermann Marek Hesse (98) absolvierten die Strecke in 1:02,3.

2015-06-09_IMG_0685_1Im Junioren Vierer mit Steuermann konnte die Mannschaft um Tobias Bullwinkel ebenfalls einen Sieg errudern, da die Sportler jedoch aus unterschiedlichen Vereinen stammen, dürfen sie sich in dieser Bootsklasse nicht Landesmeister nennen. Titus Lensch (99), Maximilian Dause (99), Tobias Bullwinkel (99),
Malte Sievers (99) und Steuermann Kevin Büsing (99) absolvierten die Strecke in 1:07,7, nur zwanzig Hundertstel schneller als das Team vom RV „Weser“ Hameln.

Im Rennen verletzte sich Malte Sievers an der Hand, sodass er am Folgetag im Doppelvierer durch Leichtgewicht Adrian Schönings ersetzt werden musste. Die untrainierte Mannschaft erreichte im Finale nur den sechsten Platz mit knappem Abstand auf Rang 5.

Es ist toll, dass die Mannschaft, die auf der Deutschen Meisterschaft noch Doppelvierer gefahren ist, auch im Vierer mit Steuermann, also einer Riemenbootsklasse das schnellste Rennen gefahren ist. Der Achter, die Königsklasse im deutschen Rudersport, ist für Tobias und den RV OSCH natürlich eine ganz besondere Ehre.