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Bootstaufe: Sojus

25. September 2020 Geschrieben von Karola Janssen. in Aktuelles, Veranstaltungen

Vereinigung, aber auch Geschwindigkeit und große Reichweite

Ein Renneiner für die Jugend- und Kindergruppe war schon lange auf der Wunschliste der jungen Ruderer des RV OSCH.

Dank der Inge Küster-Stiftung, die das Boot zu 100% bezuschusst hat, konnte nun ein Boot nach Wünschen der Kinder-und Jugendgruppe angeschafft werden.

Sie entschieden sich für ein Boot aus Kohlefaser-Kevlar-Nomex-Wabenmaterial der Firma Wintech Racing aus Hamburg.

Am 25. Juli 2020 wurde der neue Einer im Bootsbestand des RV OSCH feierlich aufgenommen. Mit guten Wünschen, allseits eine Handbreit Wasser unter dem Kiel zu haben, taufte Fritz Bokelmann das Skiff auf den viel versprechenden Namen SOJUS.

Sojus steht für Vereinigung und soll auf die gute Gemeinschaft im Verein hinweisen. Weiterhin aber auch für raketenartige Geschwindigkeit und große Reichweite.

Die rudererfahrene Chantal Schröder zeigte auf der Jungfernfahrt, wie das Boot über das Wasser glitt ohne es auch nur im Geringsten zum Schwanken zu bringen.

Zu diesem Anlass nahm unsere erste Vorsitzende Monika Buck die Gelegenheit wahr, Mitglieder des RV OSCH zu ehren und Preise zu vergeben.

Den Taufpaten Fritz Bokelmann ehrte sie mit einer Urkunde und Nadel zur 50-jährigen Vereinszugehörigkeit.

Sportabzeichen erhielten Holger Schünemann zum ersten Mal, Heiner Lucht zum 26. Mal, Elke Ehlich bekam das 30. Abzeichen und Hans Ehlich und Erhard Soenneken das 40ste.

Die Fahrtenabzeichen des Vereins bekamen:

Petra Bosse, Ingo Bosse, Elke und Hannes Ehlich, Karl-Heinz Breitling, Helga Zwingmann, Horst Göing, Anne und Werner Hübner, Dorothee und Rolf Lehmann, Henning Licht, Heiner Lucht, Julian Mackenberg, Lukas Mauermann, Jasper Nussbaum und Enno Strehl.

Karola Janssen (Pressewartin)

Teufelsmoor- Rallye 2019

12. Juli 2019 Geschrieben von Karola Janssen. in Rudern, Teufelsmoorrallye, Veranstaltungen

Wer am Sonntag (28.04.) die Hamme entlang spazieren ging und der sehr feuchten Außenluft trotzte, konnte Ruderboote mit flottem Schlag an sich vorbeiziehen sehen: Der Ruderverein Osterholz-Scharmbeck hatte zur 39. Teufelsmoorrallye aufgerufen. Dabei geht es, zwischen 8 und 16 Uhr so viele Kilometer pro Verein wie möglich zu errudern. Es waren an geeigneten Stellen mehrere Stempelposten eingerichtet worden, an denen sich die Aktiven Stempel abholen konnten. Pro Boot gab es eine Karte, und je mehr Boote ein Verein gemeldet hatte, desto größer war die Chance auf einen Gewinn. Nachmittags wurden die erruderten Kilometer festgestellt und die Sieger gekürt.

Wir haben hier eines der schönsten Ruderreviere überhaupt. Schon allein deshalb beteiligen sich sehr viele auswärtige Vereine an unserer Teufelsmoorrallye. In diesem Jahr nahmen 286 Ruderer und Kanuten an der Teufelsmoorrallye teil. Sie reisten dazu vom Biggesee im Sauerland, aus Essen, Oldenburg und dem Bremer Umland zum Bootshaus des Rudervereins OSCH an der Hamme an. Dort wurden die Teilnehmer mit Bratwurst und 40 Torten und Kuchen verköstigt – immerhin wurden auf den Ruderstrecken ganz schön Kalorien verbraucht.

Der weiteste Kontrollpunkt befindet sich an der Teufelsmoorschleuse. Das sind gute 23 Kilometer, hin und zurück. Die Ruderer nutzen die Teufelsmoorrallye ebenfalls dazu, um bestehende Kontakte zu pflegen und neue Kontakte zu anderen Vereinen zu knüpfen. Daher durften die Pausen im Bootshaus auch schon einmal etwas länger dauern, allein das Kuchenbuffet ist Grund genug an der Rallye teilzunehmen.

Auch ungeübte Ruderer können ganz locker mitfahren, es ist eine Rallye für jedermann und jederfrau, das macht das Event so außergewöhnlich.

In diesem Jahr war es durch den leichten Dauerregen vielleicht etwas ungemütlicher als sonst. Aber auch das störte die Teilnehmer nicht. „Einmal nass ist nass“. Manche fuhren nur zwischen zwei Kontrollpunkten hin und her, ein gemütliches Rudern am Sonntag eben. Wie weit und wie lange gerudert werden sollte, beschlossen die jeweiligen Bootsbesatzungen gemeinsam. Ausgerüstet mit Proviantbeuteln, Wasserflaschen und Regenzeug wurden die am Steg bereit liegenden Boote dann stets aufs Neue bemannt, und los ging’s – die Hamme hinauf oder hinab.

Einige der Teilnehmer hatten am Vortag Boote nach Vegesack gebracht, um die Rallye vom Grohner Hafen aus zu starten. Von dort ging es auf die Lesum, dann zur Ritterhuder Schleuse und von da aus weiter die Hamme aufwärts.


Im Laufe des Nachmittags kehrten dann immer mehr Ruderer und Kanuten zum Bootshaus zurück. Jetzt schlug die Stunde der Organisatoren: Es musste ausgewertet werden, welches Boot welche Strecken zurückgelegt hatte. Während unten im Bootshaus fleißig addiert wurde, erholten sich die Sportler im großen Clubraum und tauschten ihre Erlebnisse aus.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Trotz ungemütlicher Witterung wurden insgesamt 7155 km zurückgelegt. Bei den Ruderern gelang dem Oldenburger Ruderverein mit 901 km die Spitzenleistung, auf dem zweiten Platz landete der RV 1882 Bremen mit 819 km, der RGF Lehrte/Sehnde mit 816 km belegte den dritten Platz.

Bei den Kanuten lag die TuSG Ritterhude mit 458 Kilometern an der Spitze, auf den zweiten Platz kam der Faltbootverein Bremen mit 182 Kilometern, und auf Platz drei landete der TV Hambergen mit 160 Kilometern.